Metallpreise so niedrig wie seit Februar 2010 nicht mehr Image

Mit 331,7 Zählern liegt der Index so tief wie seit Februar 2010 (317,0) nicht mehr. Allein seit Jahresbeginn sind die Metallpreise in Euro gerechnet um 17 Prozent gesunken. Entsprechend günstiger können sich die Metallverarbeiter hierzulande mit Rohstoffen eindecken.

Zuletzt spielten die Wechselkurse gemeinsam mit der Entwicklung der Weltmarktpreise der Metalle den industriellen Abnehmern in die Hände. Ohne die Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar im Juni hätte der Rückgang der Preise, die sich im IMP-Index spiegeln, immerhin noch bei 4,4 Prozent gelegen. Im Verlauf des ersten halben Jahres hat der Wechselkurs insgesamt aber keine wichtige Rolle gespielt. Für diese Zeitspanne ist die Entlastung der Metallkosten vollständig auf die Entwicklung der internationalen Metallmärkte auf Dollarbasis zurückzuführen. Hier zeigen sich die unsicheren Wachstumsaussichten weltweit, von denen die Nachfrage nach Metallen abhängt.

Eine erneute Verschärfung der Euro-Krise und eine Abwertung des Euro würden die Metallpreise für heimische Unternehmen wieder in die Höhe treiben, selbst wenn die Weltmetallmärkte stabil blieben.

Im vergangenen Monat ist nur Blei teurer geworden; in Euro gerechnet stieg der Kurs um 1,7 Prozent. Alle anderen im IMP-Index berücksichtigten Metalle und Erze sind bis zu ein Zehntel günstiger geworden.

Die Preise für Kupfer, Gold, Nickel und Zinn sind zwischen 4 und 6,5 Prozent gefallen, Silber gab sogar um 9,8 Prozent nach. Besonders deutlich sind die Kursverluste bei den Edelmetallen, die sich seit Jahresbeginn um 20 Prozent (Gold) bzw. 30 Prozent (Silber) verbilligt haben. Diese vermeintlich sicheren Anlagen haben sich damit wieder einmal als stark risikobehaftet herausgestellt.

Eisenerz hat sich im Juni um bemerkenswerte 9,2 Prozent verbilligt. Seit Jahresbeginn ist der Preis des Grundstoffs für Eisen und Stahl um fast ein Viertel eingebrochen. Die Indexschwergewichte Kupfer und Aluminium sind jeweils um mehr als 10 Prozent billiger geworden.

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Gastbeitrag, 12. Oktober 2017

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Allein die deutschen Nahrungsmittelhersteller bringen jedes Jahr rund 40.000 neue Produkte auf den Markt. Was es weltweit zu essen und zu trinken gibt, zeigt ab Samstag die Kölner Ernährungsmesse Anuga. mehr auf iwd.de

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Wo Lücken gefüllt werden müssen, ist die Fluktuation hoch, sagt IW-Arbeitsmarktökonom Holger Schäfer im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. In Branchen dagegen, die ein hohes Qualifikationsniveau erfordern, ist sie geringer. mehr