Metallpreise nehmen Abwärtstrend wieder auf Image

Damit wurde knapp ein Drittel der Preisanstiege der Vormonate wieder zunichtegemacht. Seit dem Höhepunkt der Kurse im Februar 2011, als der IMP-Index 447,5 Zähler erreichte, ist das Barometer um fast ein Viertel gefallen. Mit dem aktuellen Rückgang ist der Index also wieder auf seinen Abwärtstrend eingeschwenkt, was die metallverarbeitende Industrie in Deutschland freuen dürfte.

Die deutlichsten Kursverluste verzeichneten im September mit rund 4 Prozent Blei und Nickel. Um gut 3 Prozent im Vergleich zum Vormonat gingen Aluminium und Zink zurück. Mit Veränderungen von weniger als 1 Prozent war die Entwicklung von Kupfer und Gold weitgehend stabil. Ausreißer nach oben waren Silber - das Edelmetall legte auf Euro-Basis um 2,8 Prozent zu -, und vor allem Zinn (+ 4,7 Prozent).

Auf Jahressicht legte Zinn gut 5 Prozent zu, während Silber über 35 Prozent an Wert verlor. Nur Gold und Nickel wiesen im Jahresvergleich mit Rückgängen von 26 Prozent und 23 Prozent ähnliche Größenordnungen auf. Aluminium, Kupfer und Zink sind im zweistelligen Prozentbereich gefallen.

Die gegenteilige Entwicklung zeigte Eisenerz, das zuletzt 30 Prozent fester notierte als vor Jahresfrist. Allerdings war im September 2012 mit einem Wert von unter 100 Dollar der Tiefpunkt des Eisenerzpreises in der Zeit nach der Wirtschaftskrise erreicht worden.

Der Rückgang der meisten Metallpreise darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Märkte immer noch auf einem vergleichbar hohen Niveau bewegen. Sie liegen weiterhin auf dem Level des Boomjahres 2008, als die Rohstoffpreise von Marktkennern als besorgniserregend hoch eingeschätzt wurden.

Trotz der jüngsten Turbulenzen in Italien und den USA hat die Entwicklung des Euro-Dollar-Wechselkurses im Monatsvergleich zuletzt keine nennenswerte Rolle gespielt. Ohne die leichte Abwertung des Dollar wäre der Preisindex um gerade einmal einen Punkt höher ausgefallen.

Ansprechpartner

Industriemetallpreis-Index
Gastbeitrag, 15. August 2017

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Eisenerz und Euro prägen Anstieg der MetallpreiseArrow

Im Juli haben die Preise für die wichtigsten Importmetalle der deutschen Industrie wieder leicht zugelegt, nachdem sie zuvor vier Monate in Folge gesunken waren, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. Ohne die starke Aufwertung des Euro in Relation zum Dollar wäre der Anstieg allerdings noch viel deutlicher ausgefallen. mehr

7. August 2017

Benjamin Tischler Seltene Erden: Auf der Suche nach AlternativenArrow

Für Branchen wie die Hersteller von Windkraftanlagen sind Seltene Erden ein wichtiger Rohstoff. Weltweit größter Produzent der begehrten Metalle ist China. Als das Land 2010 Exportquoten ankündigte, schossen die Preise kurzzeitig in astronomische Höhen. Im Rückblick betrachtet war diese Preis-Rallye ein wichtiger Weckruf. mehr auf iwd.de

IW-Trends, 25. Juli 2017

Berthold Busch Produktions- und Lieferverflechtungen zwischen britischen Branchen, der EU und DeutschlandArrow

Geht es nach der britischen Regierung, wird das Vereinigte Königreich mit dem Austritt aus der Europäischen Union auch den Binnenmarkt und die Zollunion verlassen. Das bedeutet, dass der Warenhandel zwischen beiden Wirtschaftsräumen künftig durch nicht-tarifäre Handelshemmnisse, im schlimmsten Fall sogar durch Zölle behindert wird. Dies hat möglicherweise nicht nur Mehrkosten für den Endverbraucher zur Folge. mehr