Industriemetallpreis-Index

Januar 1999=100, enthält die Rohstoffe gemäß ihres Anteils an den deutschen Importen

An den Metallmärkten ist zuletzt etwas Ruhe eingekehrt. Nachdem der Industriemetallpreis-Index des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) von Juni bis August fast 14 Prozent verloren hatte, haben sich die Preise der wichtigsten Metalle und Erze im September kaum verändert. Der IMP-Index, der die Preisentwicklung der Metallimporte nach Deutschland auf Euro-Basis misst und damit die Kostenbelastung der industriellen Metallverbraucher abbildet, ist im vergangenen Monat um gerade einmal 0,2 Prozent auf 284,6 Punkte gestiegen. Vor fünf Monaten, im Mai, hatte der Index noch bei 329,9 Zählern gelegen.

Das hiesige Preisniveau wird durch zwei Entwicklungen bestimmt: die Schwankungen der Weltmarktpreise für Metalle und die Veränderungen des Euro-Dollar-Wechselkurses. Beide Faktoren blieben zuletzt verhältnismäßig stabil. Der Euro erholte sich leicht und kostete im Monatsdurchschnitt 1,1221 Dollar; das waren 0,8 Cent mehr als im August. Ohne diese Entwicklung am Devisenmarkt wäre das Kostenniveau für deutsche Metalleinkäufer statt um 0,2 Prozent um 0,9 Prozent angestiegen; der IMP-Index hätte dann 286,7 Punkte erreicht.

Die in Dollar notierten Preise der Metalle haben sich im September unterschiedlich entwickelt. Vor allem die Indexschwergewichte haben sich etwas verteuert und damit für den leichten Aufwärtstrend des Preisniveaus gesorgt. So ist der Preis für Aluminium um 2,7 Prozent gestiegen; Kupfer und Eisenerz sowie Zinn haben sich jeweils um knapp 2 Prozent verteuert. Im Gegensatz dazu verzeichneten Nickel und Zink deutliche Abschläge von 4 bis 5 Prozent. Blei verbilligte sich um gut 1 Prozent. Alle anderen Metalle veränderten sich um weniger als 1 Prozent.

Im Vorjahresvergleich zeigt sich bei den meisten Rohstoffen dagegen ein starker Preisrückgang. In Dollar gerechnet liegt Eisenerz gut 30 Prozent unter dem Niveau vor zwölf Monaten, Aluminium und Kupfer haben über 20 Prozent verloren. Auch die anderen Metalle gaben zwischen 20 und 45 Prozent ihres Wertes ab. Nur Gold liegt mit einem Verlust von 9 Prozent innerhalb eines Jahres noch relativ stabil.

Trotz der Preisstabilität in jüngster Zeit ist eine Trendumkehr nicht in Sicht. Seit Anfang 2011 ist der Industriemetallpreis-Index um mehr als ein Drittel zurückgegangen. Auch mit der aktuellen Seitwärtsbewegung befindet sich das Preisniveau immer noch innerhalb des mittelfristigen Abwärtskorridors.

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Gastbeitrag, 12. Oktober 2017

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Auf die Metallverarbeiter kommen höhere Preise zuArrow

Für die metallverarbeitende Industrie in Deutschland war der vergangene Monat ein vergleichsweise ruhiger – wenn man es von der Beschaffungsseite her betrachtet. Denn die durchschnittlichen Metallpreise haben sich im September praktisch nicht verändert, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsenzeitung mehr

6. Oktober 2017

Berit Schmiedendorf Anuga: Hot Beverages und BlumenkohlArrow

Allein die deutschen Nahrungsmittelhersteller bringen jedes Jahr rund 40.000 neue Produkte auf den Markt. Was es weltweit zu essen und zu trinken gibt, zeigt ab Samstag die Kölner Ernährungsmesse Anuga. mehr auf iwd.de

Fluktuation auf dem Arbeitsmarkt: Wechseln ist aufwendig
Interview, 29. September 2017

Holger Schäfer in der Süddeutschen Zeitung Fluktuation auf dem Arbeitsmarkt: Wechseln ist aufwendigArrow

Wo Lücken gefüllt werden müssen, ist die Fluktuation hoch, sagt IW-Arbeitsmarktökonom Holger Schäfer im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. In Branchen dagegen, die ein hohes Qualifikationsniveau erfordern, ist sie geringer. mehr