Industriemetallpreis-Index

Januar 1999=100, enthält die Rohstoffe gemäß ihres Anteils an den deutschen Importen

Der mittelfristige Abwärtstrend, der im Februar 2011 seinen Anfang nahm, hat sich damit fortgesetzt. Der Rückgang des Preisniveaus der wichtigsten Industrie- und Edelmetalle sowie von Eisenerz zeigt sich im monatlich ermittelten Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln): Nach einem Wert von 320,6 Punkten im Vormonat lag das Preisbarometer im Oktober nur noch bei 317,7 Zählern und damit fast 1 Prozent niedriger. Im Vergleich zum Rekordhoch im Februar 2011 (447,6 Punkte) hat der IMP-Index damit 29 Prozent seines Wertes verloren. Im laufenden Jahr sind die Notierungen auf Euro-Basis dagegen nur um 3 Prozent gesunken.

Zum jüngsten Rückgang kam es trotz der Abwertung des Euro gegenüber dem Dollar. Ohne die Veränderung des Wechselkurses im vergangenen Monat wäre die Verbilligung der Metalle dreimal so hoch ausgefallen und der IMP-Index auf 312 Punkte abgerutscht.

Für Käufer, die in Euro kalkulieren, sind zuletzt nur Zink und Eisenerz teurer geworden, allerdings nur um 1 Prozent bzw. 0,6 Prozent. Gemessen am Stand zu Anfang des Jahres ist der Eisenerzpreis aber erheblich günstiger geworden: Für das Erz muss heute fast ein Drittel weniger ausgegeben werden als im Januar. Eisenerz ist der Ausgangsstoff in der Stahlerzeugung.

Besonders deutlich nachgegeben hat im Oktober der Nickelpreis mit einem Minus von fast 11 Prozent. Nickel wird größtenteils zur Produktion von nichtrostenden Stählen und für Nickellegierungen, die ebenfalls der Edelstahlgewinnung dienen, verwendet. Gold, Silber und Zinn sind von September auf Oktober zwischen 4 Prozent und 5 Prozent gefallen, Blei um 2,2 Prozent.

Die wichtigsten Komponenten für den IMP-Index sind Kupfer und Aluminium, die zusammen die Hälfte des Korbes ausmachen. Gerade diese Metalle sind mit einem Minus von 0,5 Prozent und 0,2 Prozent jedoch fast konstant geblieben und bremsten so die Entlastung der Metallverbraucher.

Ansprechpartner

22. November 2017

Adriana Neligan Das Plastik-ProblemArrow

Um der Berge an Plastikmüll Herr zu werden, will die EU im Dezember eine Kunststoffstrategie veröffentlichen. Viel zu tun gibt es allemal. mehr auf iwd.de

Gegen den Trend wird Eisenerz billiger
Gastbeitrag, 7. November 2017

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gegen den Trend wird Eisenerz billigerArrow

Seit Anfang vergangenen Jahres zeigen die Preiskurven der wichtigsten Industriemetalle nach oben, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. mehr

3. November 2017

Christian Rusche Die Einnahmen streamenArrow

Das Kerngeschäft der Musikindustrie war jahrzehntelang der Verkauf von LPs und CDs. Tauschbörsen und das verstärkte Kopieren von CDs sorgten für einen Rückgang der Verkäufe und stürzten die Musikindustrie in eine Krise. Doch dank Musikstreaming ist die Branche auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. mehr auf iwd.de