Industriemetallpreis-Index

Januar 1999=100, enthält die Rohstoffe gemäß ihres Anteils an den deutschen Importen

Seit August hatte das Barometer für die Preise von Eisenerz, Industrie- und Edelmetallen kaum verändert bei 284 Zählern gelegen. Mit dem jüngsten Rückgang ist der IMP-Index wieder auf seinen längerfristigen Abwärtstrend zurückgekehrt. Seit dem Rekordhoch im Februar 2011 (447,6 Punkte) hat der IMP-Index fast 40 Prozent seines Werts verloren; seit Dezember vorigen Jahres ging es um 11,5 Prozent bergab.

Die jüngste Kostenentlastung der Unternehmen, die in Euro kalkulieren, wäre ohne die Abwertung des Euro gegenüber dem Dollar noch deutlich stärker ausgefallen. Ohne diese Entwicklung auf den Devisenmärkten wäre das Preisniveau der Metalle sogar um 7,7 Prozent auf 262,5 Punkte gefallen. Der Wechselkurs hat damit mehr als die Hälfte der Entlastung zunichtegemacht, die auf den internationalen Metallmärkten realisierbar gewesen wäre.

Der größte Rückgang der Dollar-Preise war im November bei Eisenerz zu verzeichnen, das im Vergleich zum Vormonat über 11 Prozent an Wert verlor und zum Stichtag nur noch mit 47 Dollar pro Tonne gehandelt wurde. Zuletzt ist der Preis sogar unter 40 Dollar gefallen. Anfang 2014 kostete eine Tonne noch rund 128 Dollar. Allein innerhalb der vergangenen zwölf Monate hat Eisenerz damit über 36 Prozent eingebüßt.

Auch Nickel hat binnen Monatsfrist über ein Zehntel an Wert verloren. Kupfer, Silber und Zink folgen mit einem Minus von gut 8 Prozent. Gold, Blei und Zinn notierten rund 6 Prozent schwächer. Nur Aluminium, dessen Gewichtung im IMP-Index rund ein Fünftel beträgt, ist mit einem Minus von gut 3 Prozent verhältnismäßig stabil geblieben.

In Euro gerechnet war der Preisrückgang zwar schwächer, aber dennoch auf breiter Front zu beobachten. Lediglich Aluminium zeigt auf Euro-Basis eine Kurssteigerung von gut 1 Prozent.
Erholung möglich

Der Preisverfall seit Jahresbeginn ist bei allen Metallen deutlich sichtbar. Der Rückgang der Kosten für metallverbrauchende Unternehmen liegt zwischen 5 Prozent (Blei) und stolzen 33 Prozent (Nickel). Während auf den internationalen Metallmärkten wegen der schwächelnden Investitionstätigkeit in Schwellenländern nicht mit deutlichen Preissteigerungen zu rechnen ist, kann der Wechselkurs vergleichsweise schnell wieder zu einem Anstieg der Metallpreise für deutsche Abnehmer führen.

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