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Trotz steigender Preise auf den internationalen Metallmärkten sind die für industrielle Abnehmer in Deutschland relevanten Notierungen in Euro im letzten Monat leicht gesunken. Der Industriemetallpreis- Index (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln), der die Preisentwicklung der für Deutschland wichtigsten Metalle auf Euro-Basis beschreibt, ist im April im Vergleich zum Vormonat um 1,1 Prozent oder 3,3 Zähler auf 284,4 Punkte zurückgegangen. Damit wird der deutliche Anstieg aus den vorhergehenden Monaten zunächst gebremst - mehr aber auch nicht.

Im Februar lag der Indexwert noch um 17,5 Punkte unter dem aktuellen Stand. In den zwei Folgemonaten war das Niveau des Metallpreisbarometers um mehr als 10 Prozent gestiegen. Gemessen am langfristigen Abwärtskorridor, der seit dem Hoch im Februar 2011 intakt ist damals erreichte der IMP-Index einen Stand von 447,6 Punkten, bewegt sich der Indexwert weiter im Abwärtstrend und bleibt in der Mitte des Korridors. Dorthin war der IMP-Index durch den doppelten Sprung in den beiden Vormonaten gewandert, nachdem er zuvor am unteren Ende der Bandbreite gelegen hatte.

Entscheidend für den aktuellen Preisrückgang waren nicht die Metallmärkte, sondern der Devisenmarkt. Da der Euro im April gegenüber dem Dollar kräftig aufgewertet hat, liegen die Metallpreise in Euro gerechnet nun niedriger. Ohne den Wechselkurseffekt wäre der IMP-Index nicht um 1,1 Prozent gesunken, sondern um 1,0 Prozent gestiegen.

Die dollarbasierten Metallpreise haben sich im April uneinheitlich entwickelt. So sind Eisenerz und Gold um 8 Prozent bzw. 6 Prozent gestiegen. Zink, Aluminium und Nickel legten zwischen 2 und 3 Prozent zu. Abwärts ging es dagegen mit den Preisen für Kupfer (-4 Prozent) und Nickel (-2 Prozent). Die anderen Metalle blieben weitgehend stabil.

Seit Jahresbeginn sind die Preisniveaus teilweise deutlich gestiegen: Eisenerz wurde zuletzt um 45 Prozent höher bewertet als im Januar, Zinn und Zink um jeweils mehr als 20 Prozent. Preissteigerungen im einstelligen Prozentbereich gab es bei den Indexschwergewichten Aluminium und Kupfer sowie Blei und Nickel.

Die weiter eingetrübten Aussichten der Weltwirtschaft lassen auch in den nächsten Monaten keine starken Preisanstiege erwarten.

Industriemetallpreis-Index

Januar 1999=100, enthält die Rohstoffe gemäß ihres Anteils an den deutschen Importen

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