Industriemetallpreis-Index

Januar 1999=100, enthält die Rohstoffe gemäß ihres Anteils an den deutschen Importen

Da die meisten Metalle in der US-Valuta gehandelt werden, ist der Wechselkurs neben dem eigentlichen Marktpreis der zweite entscheidende Faktor in der Preisbildung. Innerhalb eines Jahres hat der Wechselkurs für ein um fast ein Viertel höheres Niveau der Metallpreise gesorgt.

Allein im März lag der Effekt gemessen am Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln), der die Kostenentwicklung der wichtigsten Metalle auf Euro-Basis misst, bei 4,7 Prozent. Fallende Kurse auf den internationalen Metallmärkten haben dies aber zu einem guten Teil kompensieren können. Unter dem Strich stieg das Preisbarometer von Februar bis März auf Euro-Basis um 10,5 Punkte oder 3,3 Prozent auf 326,7 Zähler. Ohne die Euro-Dollar-Entwicklung wäre ein Minus von 1,4 Prozent zu verzeichnen gewesen.

Damit ist die Belastung für deutsche Unternehmen, die Industrie- und Edelmetalle sowie Eisenerz importieren, zwar geringer ausgefallen, vom mittelfristigen Rückgang der Kurse auf den Weltmärkten konnten sie aber nur sehr eingeschränkt profitieren. Die Euro-Werte der Rohstoffe liegen heute genau auf dem Niveau vom Jahreswechsel 2013/2014, obwohl die Preistrends auf den globalen Metall- und Erzmärkten teilweise deutlich nach unten zeigten. In den letzten Wochen brachte der Wechselkurs bei stagnierenden bzw. leicht sinkenden Preisen auf Dollar-Basis einen merklichen Anstieg der Metallkosten.

Verantwortlich für den Preisrückgang auf Dollar-Basis war wieder einmal Eisenerz, das im März erneut deutlich billiger wurde (um 7,9 Prozent) und innerhalb eines Jahres fast 50 Prozent an Wert einbüßte. Auch in Euro fiel der Rückgang mit 3,6 Prozent im Monatsvergleich und einem Verlust von gut einem Drittel binnen Jahresfrist sehr kräftig aus. Eisenerz dient u.a. als Grundstoff in der Stahlproduktion.

Spürbar teurer geworden sind in den vergangenen Wochen für europäische Kunden vor allem Kupfer (+ 8,6 Prozent), Blei (+ 4,5 Prozent) und Aluminium (+ 2,2 Prozent).
Für die Absicherung gegen Preisrisiken ist für deutsche metallverarbeitende Unternehmen aber das Geschehen am Devisenmarkt derzeit von größerer Bedeutung als die eigentlichen Preisschwankungen an den Rohstoffmärkten.

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