Industriemetallpreis-Index Image
Foto: Zhangyang/Fotolia

Zuletzt nahm das Preisbarometer für Industrie- und Edelmetalle sowie Eisenerz leicht unterdurchschnittlich ab, denn seit dem Preishöhepunkt im Februar 2011 - damals lag der IMP-Index bei 447,6 Punkten - gingen die Metallpreise auf Euro-Basis monatlich im Durchschnitt um 2,6 Prozent zurück. Doch auch wenn sich die Verluste von jeweils fast 8 Prozent im November und Dezember letzten Jahres nicht fortgesetzt haben, ist eine Trendwende weiter nicht erkennbar. Aus Perspektive der in Euro kalkulierenden Industrieunternehmen ist neben den Preisen an den Metallmärkten auch der Euro-Dollar-Wechselkurs wichtig, der sich im Januar gegenüber Dezember des Vorjahres allerdings kaum verändert hat. Daher war auch die Entwicklung des IMP-Index fast ausschließlich von der originären Marktentwicklung geprägt. Die geringe Veränderung des Wechselkursverhältnisses hat das Preisbarometer nur um wenige Zehntelpunkte erhöht.

Eisenerz übers Jahr schwach

Bei den einzelnen Metallen kam es im Januar zu gegenläufigen Entwicklungen. Während der Silberpreis auf Dollarbasis stabil blieb, verteuerten sich Gold und Eisenerz um knapp 3 Prozent bzw. 2,5 Prozent. Trotz dieser leichten Erholung ist Eisenerz aber weiterhin der Rohstoff mit dem größten Kurssturz: Innerhalb eines Jahres hat sich der Preis um fast 40 Prozent verringert. Billiger geworden sind im Januar die beiden Indexschwergewichte Aluminium (-1 Prozent) und Kupfer (-3,5 Prozent). Deutliche Rückgänge gab es auch bei Blei (-3,5 Prozent) und vor allem bei Zinn (-6 Prozent).

Parallelen zum Ölmarkt

Die Parallelen der Entwicklung an den Metallmärkten und auf dem Ölmarkt sind auffallend, auch wenn der Einfluss der Angebotsausweitung bei den Metallen vermutlich weniger groß ist. Insbesondere die gedämpfte Nachfrage aus den Schwellenländern trägt zu den sinkenden Preisen bei. Eine grundsätzliche Kehrtwende ist aus diesem Grund kurzfristig kaum zu erwarten.

Industriemetallpreis-Index

Januar 1999=100, enthält die Rohstoffe gemäß ihres Anteils an den deutschen Importen

Ansprechpartner

26. Mai 2017

Klaus-Heiner Röhl Medizintechnik: Hightech für die GesundheitArrow

Qualitativ hochwertige und weltweit nachgefragte Produkte sorgen dafür, dass Umsatz und Beschäftigung in der Medizintechnik-Branche seit Jahren wachsen. Auch die Aussichten für diesen Zweig der deutschen Metall- und Elektro-Industrie sind gut – dank der steigenden Lebenserwartung in den Industriestaaten und des zunehmenden Wohlstands in den Schwellen- und Entwicklungsländern. mehr auf iwd.de

19. Mai 2017

Klaus-Heiner Röhl Wirtschaftsfaktor MesseArrow

Obwohl sich heutzutage fast alle Geschäfte online abwickeln lassen, sind Messen mit ihren klassischen Begegnungen von Angesicht zu Angesicht für Unternehmen nach wie vor von zentraler Bedeutung. Und das wird auf absehbare Zeit auch so bleiben. mehr auf iwd.de

Eisenerz verliert ein Fünftel seines Werts
Gastbeitrag, 9. Mai 2017

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Eisenerz verliert ein Fünftel seines WertsArrow

Metalleinkäufer werden durch der Rückgang des Preisniveaus an den Metallmärkten im April spürbar entlastet. Das zeigt der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. mehr