Industriemetallpreis-Index Image
Quelle: valeriy555 - Fotolia

Das entspricht im Durchschnitt einem monatlichen Rückgang um mehr als 3,4 Indexpunkte. Auch die aktuellen Preisentwicklungen bestätigen den Abwärtstrend. Im Vergleich zum Vormonat sank der IMP-Index im Februar um 4,1 Punkte oder 1,3 Prozent auf 323,5 Zähler. Auch verglichen mit dem Vorjahr zeigt sich eine deutliche Entlastung für Einkäufer von Industriemetallen: Heute liegt das Preisniveau fast 19 Prozent niedriger als vor zwölf Monaten. Seit genau vier Jahren waren die Metallpreise nicht mehr so niedrig. Nur wenige Jahre zuvor wäre dieses Niveau allerdings als sehr hoch bewertet worden. Erst im Frühjahr 2007 war erstmals ein höherer Wert als heute gemessen worden.

Industriemetallpreis-Index

Januar 1999=100, enthält die Rohstoffe gemäß ihres Anteils an den deutschen Importen

Der Wechselkurs spielte in den vergangenen Wochen keine große Rolle. Bei Zugrundelegung eines konstanten Tauschverhältnisses von Euro und Dollar wäre der Indexwert nur rund einen Punkt höher. Damit kann ein Viertel der jüngsten Veränderung durch den Wechselkurs erklärt werden. Der Rest geht auf Preisänderungen auf den Metallmärkten in Dollar zurück. Die Höhe und Richtung der Metallpreisveränderungen zeigte im Februar deutliche Unterschiede. Mit 4,4 bzw. 4,9 Prozent am stärksten angestiegen sind die Edelmetalle Gold und Silber. Ohne diesen Effekt hätte der IMP-Index nur noch bei gut 320 Punkten gelegen. Teurer geworden sind auch Zinn (um 3,4 Prozent) und Nickel (um 0,7 Prozent).

Deutlich billiger geworden ist dagegen Eisenerz, das zuletzt 5,3 Prozent schwächer notierte. Innerhalb eines Jahres lag der Rückgang sogar bei 21,5 Prozent. Auch Aluminium, Kupfer und Blei haben mit Preisrückgängen von jeweils rund 2 Prozent zur Entlastung der industriellen Verbraucher beigetragen.

Mit Kupfer, Aluminium und Eisenerz werden die drei Metalle mit der größten Indexgewichtung günstiger bewertet; sie machen zusammen rund zwei Drittel des IMP-Index aus.

Ansprechpartner

Gastbeitrag, 12. Oktober 2017

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Auf die Metallverarbeiter kommen höhere Preise zuArrow

Für die metallverarbeitende Industrie in Deutschland war der vergangene Monat ein vergleichsweise ruhiger – wenn man es von der Beschaffungsseite her betrachtet. Denn die durchschnittlichen Metallpreise haben sich im September praktisch nicht verändert, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsenzeitung mehr

6. Oktober 2017

Berit Schmiedendorf Anuga: Hot Beverages und BlumenkohlArrow

Allein die deutschen Nahrungsmittelhersteller bringen jedes Jahr rund 40.000 neue Produkte auf den Markt. Was es weltweit zu essen und zu trinken gibt, zeigt ab Samstag die Kölner Ernährungsmesse Anuga. mehr auf iwd.de

Fluktuation auf dem Arbeitsmarkt: Wechseln ist aufwendig
Interview, 29. September 2017

Holger Schäfer in der Süddeutschen Zeitung Fluktuation auf dem Arbeitsmarkt: Wechseln ist aufwendigArrow

Wo Lücken gefüllt werden müssen, ist die Fluktuation hoch, sagt IW-Arbeitsmarktökonom Holger Schäfer im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. In Branchen dagegen, die ein hohes Qualifikationsniveau erfordern, ist sie geringer. mehr