Das Jahr der Rekordpreise ist zu Ende Image

Der Industriemetallpreisindex (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln lag im Jahresdurchschnitt 13,3 Prozent über dem Vorjahr, gegenüber dem Krisenjahr 2009 sind die Preise der Metalle sogar um fast drei Viertel Prozent angestiegen. Auch wenn das Preisniveau insgesamt hoch war, kam es im Jahresverlauf doch zu einer deutlichen Entlastung. In den ersten drei Quartalen lag der Indexwert durchgängig über der 400 Punkte-Marke, die zum ersten Mal im Dezember 2010 überschritten wurde. Seitdem waren die Preise auf einem langsamen Abwärtskurs, so dass sie am Jahresende gut 13 Prozent unter dem Anfangswert lagen.

Zuletzt haben die Preise der wichtigsten Metalle stagniert. Mit 381,8 Punkten lag der IMP-Index nicht einmal ein Prozent über dem Vormonatswert (378,6 Punkte). Und auch der hatte sich praktisch nicht von der Oktober-Notierung unterschieden. Dahinter liegen jedoch zwei gegenläufige Entwicklungen. Während sich die Preise auf den Weltmärkten in US-Dollar verbilligt haben, hat die Wechselkursentwicklung zu einer zusätzlichen Kostenbelastung geführt.

Die Dollar-Notierungen der Metalle waren im Dezember uneinheitlich. Zinn und Silber sind um 9 Prozent günstiger geworden, Gold um 6 Prozent. Auch Zink und Aluminium haben sich um 2 bis 3 Prozent verbilligt. Leichte Preissteigerungen um 1 bis 2 Prozent gab es bei Eisenerz, Blei und Nickel. Gleichzeitig haben die Wechselkursentwicklungen den Euro geschwächt und damit Dollar-basierte Importe verteuert. Wäre der Euro gegenüber dem Dollar nicht im November und Dezember abgewertet worden, läge der IMP-Index heute bei nur 367 Punkten.

Der Preisrückgang der letzten Monate war kein Platzen einer spekulativen Blase. Gerade das bei Anlegern beliebte Gold ist auf recht hohem Niveau verharrt. Die Entwicklungen zeigen vielmehr eine breite Entspannung an den Metallmärkten, die mit den Unsicherheiten zum Fortgang der Konjunktur einhergeht. Auch im Jahr 2012 wird die Kursentwicklung wesentlich von den Wachstumsaussichten der Weltwirtschaft abhängen.

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Gastbeitrag, 12. Oktober 2017

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Auf die Metallverarbeiter kommen höhere Preise zuArrow

Für die metallverarbeitende Industrie in Deutschland war der vergangene Monat ein vergleichsweise ruhiger – wenn man es von der Beschaffungsseite her betrachtet. Denn die durchschnittlichen Metallpreise haben sich im September praktisch nicht verändert, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsenzeitung mehr

6. Oktober 2017

Berit Schmiedendorf Anuga: Hot Beverages und BlumenkohlArrow

Allein die deutschen Nahrungsmittelhersteller bringen jedes Jahr rund 40.000 neue Produkte auf den Markt. Was es weltweit zu essen und zu trinken gibt, zeigt ab Samstag die Kölner Ernährungsmesse Anuga. mehr auf iwd.de

Fluktuation auf dem Arbeitsmarkt: Wechseln ist aufwendig
Interview, 29. September 2017

Holger Schäfer in der Süddeutschen Zeitung Fluktuation auf dem Arbeitsmarkt: Wechseln ist aufwendigArrow

Wo Lücken gefüllt werden müssen, ist die Fluktuation hoch, sagt IW-Arbeitsmarktökonom Holger Schäfer im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. In Branchen dagegen, die ein hohes Qualifikationsniveau erfordern, ist sie geringer. mehr