Industriemetallpreis-Index

Januar 1999=100, enthält die Rohstoffe gemäß ihres Anteils an den deutschen Importen

Zuvor war über längere Zeit die Abwertung der Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar für die metallverarbeitenden Unternehmen von weitaus größerer Bedeutung gewesen. Nunmehr hat sich der Preisauftrieb der vergangenen Wochen deutlich abgeschwächt. Nachdem die in Euro notierten Preise der wichtigsten Metalle im März im Vergleich zum Vormonat noch um 3,3 Prozent zugelegt hatten, stiegen sie im April nur noch um 0,8 Prozent an. Der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) kletterte entsprechend von 326,7 auf 329,2 Punkte. Damit liegt das Kostenniveau um 5,3 Prozent über dem Vorjahreswert.

Verhältnismäßig wenig Einfluss auf die Metallpreise hatte zuletzt der Wechselkurs von Euro und Dollar. Der Außenwert der europäischen Währung lag im April-Durchschnitt nur noch leicht unter dem März-Wert und hat sich in den letzten Wochen deutlich erholt. Ohne den leichten Wechselkurseffekt wäre der IMP-Index mit einem Plus von 0,2 Prozent und einem Wert von 327,4 Punkten nahezu konstant geblieben. Hinter dem stabilen Durchschnitt verbergen sich jedoch erhebliche Preisschwankungen der verschiedenen Metalle. Insbesondere der Preisverfall von Eisenerz hat sich weiter fortgesetzt; im April kostete der Grundstoff der Stahlproduktion auf Dollar-Basis gut ein Zehntel weniger als im Vormonat. Seit Jahresbeginn hat Eisenerz ein Viertel seines Wertes verloren; innerhalb eines Jahres hat sich der Preis mehr als halbiert. Ein so niedriger Dollar-Preis wurde für Eisenerz seit zehn Jahren nicht mehr bezahlt.

Mit Preisrückgängen von 9 Prozent und 7 Prozent gegenüber März und 32 Prozent bzw. 26 Prozent im Vorjahresvergleich zeigen die Entwicklungen von Zinn und Nickel weiter nach unten. Deutlich teurer wurden im vergangenen Monat vor allem Blei (+ 12 Prozent) und Zink (+ 9 Prozent). Leichte Steigerungen gab es mit 1,7 Prozent und 2,5 Prozent auch bei den beiden Indexschwergewichten Kupfer und Aluminium.

Ansprechpartner

Gastbeitrag, 12. Oktober 2017

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Auf die Metallverarbeiter kommen höhere Preise zuArrow

Für die metallverarbeitende Industrie in Deutschland war der vergangene Monat ein vergleichsweise ruhiger – wenn man es von der Beschaffungsseite her betrachtet. Denn die durchschnittlichen Metallpreise haben sich im September praktisch nicht verändert, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsenzeitung mehr

6. Oktober 2017

Berit Schmiedendorf Anuga: Hot Beverages und BlumenkohlArrow

Allein die deutschen Nahrungsmittelhersteller bringen jedes Jahr rund 40.000 neue Produkte auf den Markt. Was es weltweit zu essen und zu trinken gibt, zeigt ab Samstag die Kölner Ernährungsmesse Anuga. mehr auf iwd.de

Fluktuation auf dem Arbeitsmarkt: Wechseln ist aufwendig
Interview, 29. September 2017

Holger Schäfer in der Süddeutschen Zeitung Fluktuation auf dem Arbeitsmarkt: Wechseln ist aufwendigArrow

Wo Lücken gefüllt werden müssen, ist die Fluktuation hoch, sagt IW-Arbeitsmarktökonom Holger Schäfer im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. In Branchen dagegen, die ein hohes Qualifikationsniveau erfordern, ist sie geringer. mehr