Der monatlich berechnete Index zeigt an, wie sich die Preise der wichtigsten Metalle - unter anderem Aluminium, Kupfer und Eisenerz - in Euro gerechnet entwickelt haben. Damit werden die Kostenbelastungen der metallverarbeitenden Industrien in Euroland beschrieben. Seit dem jüngsten Tiefpunkt im Januar vergangenen Jahres sind die Metallpreise um mehr als 137 Prozent oder fast 100 Punkte gestiegen. Unklar ist, ob die aktuelle Rückwärtsentwicklung der Preise tatsächlich eine Korrektur ankündigt oder ob es nur eine kurze Konsolidierung auf dem Weg zu höheren Preisen ist.

Im langfristigen Vergleich ist das aktuelle Indexniveau als hoch einzuordnen, auch wenn das Preisbarometer noch um ein Fünftel unter dem Rekordhoch von Februar 2011 (447,6 Punkte) liegt.

Der geringe Rückgang des Preisniveaus im Monatsvergleich ist durch die leichte Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar unterstützt worden. Rund ein Drittel der Indexveränderung ist im März durch Wechselkursschwankungen verursacht worden. Ohne sie hätte der IMP-Index zuletzt gerade einmal knapp anderthalb Punkte höher bei unter 359 Zählern gelegen. Die einzelnen Metalle haben sich auf den global vernetzten Märkten unterschiedlich entwickelt. Indexschwergewicht Aluminium sowie Zinn notierten auf Dollarbasis zuletzt 2,2 Prozent fester. Silber, Kupfer und Zink wurden dagegen rund 2 Prozent schwächer gehandelt. Eisenerz und Blei haben sich um jeweils gut 1 Prozent verbilligt, Gold lag im März praktisch unverändert. Ein Ausreißer war Nickel, das um gut 4 Prozent nachgab.

Eisenerz und Zink belasten

Im Jahresvergleich brachten Eisenerz und Zink mit Preissprüngen von jeweils rund 55 Prozent hohe Zusatzbelastungen für die Abnehmerbranchen. Einzig Gold ist billiger als vor zwölf Monaten - und das auch nur um gut 1 Prozent. Aluminium und Blei sind innerhalb eines Jahres um rund ein Viertel gestiegen, die anderen Metalle sind rund 15 Prozent teurer geworden.

Industriemetallpreis-Index

Januar 1999=100, enthält die Rohstoffe gemäß ihres Anteils an den deutschen Importen