Das aktuelle EFI-Gutachten macht zu recht deutlich, dass künftige Arbeitskräfteengpässe bei Ingenieuren und Informatikern die Innovationskraft schwächen und damit das Wachstum gefährden. Wie bereits der INSM-Innovationsmonitor betont hatte, sieht auch der EFI-Bericht vor allem die Aktivierung von Frauen und Bildungsaufsteigern sowie eine Stärkung der Zuwanderung hier als wichtige Handlungsempfehlungen an die Politik. Im Unterschied zum EFI-Gutachten betont der INSM-Innovationsmonitor aber auch die Bedeutung der beruflichen Bildung.

Entscheidend für den gesamtwirtschaftlichen Fortschritt und die Zukunftssicherung eines Wirtschaftsraumes ist die Tiefe und Breite, mit der Innovationen hervorgebracht werden. Für die wirtschaftliche Dynamik einer Volkswirtschaft sind verschiedene Innovationstypen entscheidend: Zum einen die Gruppe der Technologievorreiter, beispielsweise junge Innovatoren aus der Spitzentechnologie, zum anderen aber auch die Gruppe der Innovatoren ohne eigene Forschungs- und Entwicklungstätigkeit. Die Innovationsmuster reichen von „Science, Technology and Innovation“ bis zu „Doing, Using and Interacting“. Der EFI-Bericht betont mit Bezug zu den Spitzen- und Hochtechnologieunternehmen die besondere Bedeutung von MINT-Akademikern. Die in diesen Bereichen steigenden Engpässe gefährden Innovation und Wachstum in Deutschland. Daneben – und dies zeigt die Unternehmensbefragung des INSM-Innovationsmonitors – sind zusätzlich breite berufliche Qualifikationen für den Innovationserfolg von hoher Bedeutung, insbesondere bei den inkrementellen Innovationen. Der Innovationsmonitor betont hingegen, dass eine erfolgreiche Innovationspolitik bereits bei der Bekämpfung von Bildungsarmut und Sicherung der Ausbildungsreife beginnt.

Ansprechpartner

13. September 2017

Hubertus Bardt Autonomes Fahren: Kennzeichen DArrow

Erst Dieselgate, dann der Verdacht auf Kartellabsprachen – an Negativschlagzeilen herrscht für VW und Co. schon seit geraumer Zeit kein Mangel. Die Besorgnis wächst, dass Deutschlands wichtigster Industriezweig im internationalen Wettbewerb unter die Räder geraten könnte. Hoffnung macht ausgerechnet jener technologische Trend, von dem es immer noch heißt, die hiesigen Autobauer würden ihn verschlafen: das autonome Fahren. mehr auf iwd.de

MINT-Berufe: Es fehlen mehr Arbeitskräfte denn je
IW-Nachricht, 12. September 2017

Sarah Berger MINT-Berufe: Es fehlen mehr Arbeitskräfte denn jeArrow

Die OECD lobt Deutschland in ihrem Bericht „Bildung auf einen Blick“ für die akademische und duale Ausbildung im MINT-Bereich – zu Recht. Dennoch fehlen immer mehr Arbeitskräfte im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Um die Lücke zu schließen, muss noch mehr in den Nachwuchs investiert werden. mehr

1. September 2017

Christiane Flüter-Hoffmann Ideenmanagement: Der Schatz in den KöpfenArrow

In Banken und Versicherungen beteiligen sich gerade einmal 12 Prozent der Beschäftigten am Ideenmanagement – in der Metall- und Elektro-Industrie dagegen bringen fast zwei Drittel der Beschäftigten ihre Firmen mit Verbesserungsvorschlägen voran. Wie gut oder schlecht das Ideenmanagement in einem Unternehmen funktioniert, liegt vor allem an den Führungskräften. mehr auf iwd.de