Das aktuelle EFI-Gutachten macht zu recht deutlich, dass künftige Arbeitskräfteengpässe bei Ingenieuren und Informatikern die Innovationskraft schwächen und damit das Wachstum gefährden. Wie bereits der INSM-Innovationsmonitor betont hatte, sieht auch der EFI-Bericht vor allem die Aktivierung von Frauen und Bildungsaufsteigern sowie eine Stärkung der Zuwanderung hier als wichtige Handlungsempfehlungen an die Politik. Im Unterschied zum EFI-Gutachten betont der INSM-Innovationsmonitor aber auch die Bedeutung der beruflichen Bildung.

Entscheidend für den gesamtwirtschaftlichen Fortschritt und die Zukunftssicherung eines Wirtschaftsraumes ist die Tiefe und Breite, mit der Innovationen hervorgebracht werden. Für die wirtschaftliche Dynamik einer Volkswirtschaft sind verschiedene Innovationstypen entscheidend: Zum einen die Gruppe der Technologievorreiter, beispielsweise junge Innovatoren aus der Spitzentechnologie, zum anderen aber auch die Gruppe der Innovatoren ohne eigene Forschungs- und Entwicklungstätigkeit. Die Innovationsmuster reichen von „Science, Technology and Innovation“ bis zu „Doing, Using and Interacting“. Der EFI-Bericht betont mit Bezug zu den Spitzen- und Hochtechnologieunternehmen die besondere Bedeutung von MINT-Akademikern. Die in diesen Bereichen steigenden Engpässe gefährden Innovation und Wachstum in Deutschland. Daneben – und dies zeigt die Unternehmensbefragung des INSM-Innovationsmonitors – sind zusätzlich breite berufliche Qualifikationen für den Innovationserfolg von hoher Bedeutung, insbesondere bei den inkrementellen Innovationen. Der Innovationsmonitor betont hingegen, dass eine erfolgreiche Innovationspolitik bereits bei der Bekämpfung von Bildungsarmut und Sicherung der Ausbildungsreife beginnt.

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Nur der Süden auf Weltspitzenniveau
Gastbeitrag, 2. August 2017

Sarah Berger in der Fuldaer Zeitung Nur der Süden auf WeltspitzenniveauArrow

Innovationen tragen maßgeblich zur Stärkung des Wirtschaftswachstums und der Wettbewerbsfähigkeit eines Landes bei. Deutschland weist insgesamt eine hohe Innovationskraft auf und glänzt im europäischen Vergleich in der Spitzengruppe der Innovation Leaders. Deutschlands Erfolg im europäischen Vergleich sollte jedoch nicht über die regionale Divergenz und die künftigen Herausforderungen hinwegtäuschen. mehr

25. Juli 2017

Interview mit Oliver Koppel „NRW verschläft den Strukturwandel seit Jahrzehnten“Arrow

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat die Innovationskraft der deutschen Regionen analysiert. Demnach forscht der Süden auf Weltniveau, doch der Rest hinkt deutlich hinterher. Vor allem NRW nutzt sein Potenzial nicht. Wie die Politik gegensteuern kann, erklärt Oliver Koppel, IW-Wissenschaftler im Kompetenzfeld Zuwanderung und Innovation, im iwd-Interview. mehr auf iwd.de

IW-Analyse, 24. Juli 2017

Sarah Berger / Hanno Kempermann / Oliver Koppel / Anja Katrin Orth / Enno Röben Innovationsatlas 2017Arrow

Wo liegen die deutschen Regionen mit der höchsten Innovationskraft? Anhand von eigens entwickelten Indikatoren hat das IW Köln ermittelt, wo die Rahmenbedingungen für Innovationen besonders gut sind – und wo noch Nachholbedarf besteht. mehr