Das aktuelle EFI-Gutachten macht zu recht deutlich, dass künftige Arbeitskräfteengpässe bei Ingenieuren und Informatikern die Innovationskraft schwächen und damit das Wachstum gefährden. Wie bereits der INSM-Innovationsmonitor betont hatte, sieht auch der EFI-Bericht vor allem die Aktivierung von Frauen und Bildungsaufsteigern sowie eine Stärkung der Zuwanderung hier als wichtige Handlungsempfehlungen an die Politik. Im Unterschied zum EFI-Gutachten betont der INSM-Innovationsmonitor aber auch die Bedeutung der beruflichen Bildung.

Entscheidend für den gesamtwirtschaftlichen Fortschritt und die Zukunftssicherung eines Wirtschaftsraumes ist die Tiefe und Breite, mit der Innovationen hervorgebracht werden. Für die wirtschaftliche Dynamik einer Volkswirtschaft sind verschiedene Innovationstypen entscheidend: Zum einen die Gruppe der Technologievorreiter, beispielsweise junge Innovatoren aus der Spitzentechnologie, zum anderen aber auch die Gruppe der Innovatoren ohne eigene Forschungs- und Entwicklungstätigkeit. Die Innovationsmuster reichen von „Science, Technology and Innovation“ bis zu „Doing, Using and Interacting“. Der EFI-Bericht betont mit Bezug zu den Spitzen- und Hochtechnologieunternehmen die besondere Bedeutung von MINT-Akademikern. Die in diesen Bereichen steigenden Engpässe gefährden Innovation und Wachstum in Deutschland. Daneben – und dies zeigt die Unternehmensbefragung des INSM-Innovationsmonitors – sind zusätzlich breite berufliche Qualifikationen für den Innovationserfolg von hoher Bedeutung, insbesondere bei den inkrementellen Innovationen. Der Innovationsmonitor betont hingegen, dass eine erfolgreiche Innovationspolitik bereits bei der Bekämpfung von Bildungsarmut und Sicherung der Ausbildungsreife beginnt.

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27. April 2017

Girls' Day „Lass es mich tun und ich werde es verstehen“Arrow

Heute ist Girls‘ Day. Inzwischen öffnen Unternehmen und Hochschulen schon zum 17. Mal ihre Pforten für den „Mädchen-Zukunftstag“. Ziel ist es, junge Frauen an technische und naturwissenschaftliche Berufe heranzuführen. Oliver Koppel, Bildungsökonom im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, hält den Girls‘ Day jedoch lediglich für einen ersten Schritt – erfolgversprechender seien zum Beispiel längerfristig angelegte Schülerkollegs. mehr auf iwd.de

Gutachten
Gutachten, 4. April 2017

Michael Grömling Die demografisch bedingte Innovationslücke in DeutschlandArrow

Die Bevölkerungaltert, der Anteil der Erwerbspersonen an der Gesamtbevölkerung nimmt mit dem Beginn der 2020er Jahre deutlich ab. Bei einer rückläufigen Erwerbsquote muss die Wirtschaftsleistung der Erwerbstätigen entsprechend stark ansteigen, um zumindest das Pro-Kopf-Einkommen der Bevölkerung zu stabilisieren. mehr

4. April 2017

Branche Satelliten – unsere ständigen BegleiterArrow

Einst umkreiste nur der Mond die Erde, heute tun es zusätzlich weit über 1.500 Satelliten – und es werden immer mehr. Vor allem für den weltweiten Daten- und Informationsaustausch sind sie unerlässlich – und haben sich deshalb zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. mehr auf iwd.de