Dollar-Kurs bremst Preisanstieg bei Rohstoffen Image

So ist der Industriemetallpreisindex (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln im Februar auf 413,4 Punkte geklettert, nachdem er im Januar noch bei 406,5 Punkten lag. Seit Oktober ist der Indexwert Monat für Monat angestiegen. Insgesamt liegt das Preisniveau damit heute fast 10 Prozent höher als vier Monate zuvor.

Zu den Preistreibern gehörte in den letzten Monaten Kupfer. Das Index-Schwergewicht verteuerte sich auf Dollarbasis um 14 Prozent. Völlig anders haben sich hingegen die beiden nächstwichtigsten Metalle entwickelt: Der Preis für Aluminium blieb seit Oktober praktisch stabil. Eisenerz ist sogar 7 Prozent billiger zu haben. Zuletzt legten Kupfer und Gold um 5 Prozent zu, Silber und Zinn sogar um 11 beziehungsweise 13 Prozent. Der Preis für Eisenerz blieb im Februar auf demselben Niveau wie im Januar.

Während die Metallpreise zuletzt deutlich nach oben gegangen sind, hat die Wechselkursentwicklung mit der leichten Stärkung des Euro als Bremse gewirkt. Ohne diesen Effekt wäre der IMP-Index im Februar auf 423,6 Punkte geklettert. Der Anstieg wäre damit mit 4,2 Prozent im Monatsvergleich mehr als doppelt so stark ausgefallen. Auf Euro-Basis lag er tatsächlich nur bei 1,7 Prozent. Am aktuellen Rand sind sowohl Wechselkurs als auch Metallpreise weitgehend stabil geblieben. Eine Trendumkehr ist kurzfristig ebenso wenig absehbar wie eine Preisexplosion. Ob allerdings der Wechselkurs weiter stabilisierend wirkt oder im Gegenteil durch eine Abwertung des Euro die Preisentwicklung erheblich verschärfen wird, hängt wesentlich von der Entwicklung der Schuldenproblematik im Euroraum ab.

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Gastbeitrag, 12. Oktober 2017

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Auf die Metallverarbeiter kommen höhere Preise zuArrow

Für die metallverarbeitende Industrie in Deutschland war der vergangene Monat ein vergleichsweise ruhiger – wenn man es von der Beschaffungsseite her betrachtet. Denn die durchschnittlichen Metallpreise haben sich im September praktisch nicht verändert, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsenzeitung mehr

6. Oktober 2017

Berit Schmiedendorf Anuga: Hot Beverages und BlumenkohlArrow

Allein die deutschen Nahrungsmittelhersteller bringen jedes Jahr rund 40.000 neue Produkte auf den Markt. Was es weltweit zu essen und zu trinken gibt, zeigt ab Samstag die Kölner Ernährungsmesse Anuga. mehr auf iwd.de

Fluktuation auf dem Arbeitsmarkt: Wechseln ist aufwendig
Interview, 29. September 2017

Holger Schäfer in der Süddeutschen Zeitung Fluktuation auf dem Arbeitsmarkt: Wechseln ist aufwendigArrow

Wo Lücken gefüllt werden müssen, ist die Fluktuation hoch, sagt IW-Arbeitsmarktökonom Holger Schäfer im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. In Branchen dagegen, die ein hohes Qualifikationsniveau erfordern, ist sie geringer. mehr