Aktueller Bezug

Zu Beginn des Jahres 2017 legte der internationale Warenhandel recht kräftig zu, nach einer über mehrere Jahre andauernden Schwächephase.

Fakten

  • Der Großteil der Wiederbelebung des globalen Handels ist auf einen starken Warenaustausch im asiatischen Raum zurückzuführen. Dort legten die preisbereinigten Importe im ersten Quartal 2017 im Jahresvergleich um gut 11 Prozent zu.
  • Es sind keine wesentlichen Fortschritte bei der multilateralen Handelsliberalisierung zu erwarten. Zwar werden aktuell Verhandlungen über Freihandelsabkommen zwischen großen Weltregionen wie etwa zwischen der EU und den Mercosur-Ländern (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay) geführt. Doch selbst wenn diese Verhandlungen im Laufe des Jahres 2018 abgeschlossen werden, muss das Abkommen erst ratifiziert werden, was auch mehrere Jahre in Anspruch nehmen kann.
  • Auch weitere Faktoren, die das starke Wachstum des Welthandels in der Vergangenheit vorangetrieben haben, verloren zuletzt an Relevanz. So ist der Ausbau globaler Wertschöpfungsketten zum Stillstand gekommen und das Wirtschaftswachstum in China als Motor für die Region und den Welthandel schwächt sich weiterhin ab.

Bewertung

  • Im Jahr 2018 dürfte der globale Handel weiterhin von der stabilen Entwicklung in den großen Industrieländern und den verbesserten Aussichten in einigen großen Schwellenländern profitieren.
  • Nennenswerte Impulse wie zu Beginn des Jahres 2017 sind allerdings nicht zu erwarten.