Aktueller Bezug

Die wirtschaftspolitische Unsicherheit ist im Vergleich zu der Zeit nach dem Brexit-Referndum oder nach der US-Wahl stark gesunken, doch sie liegt immer noch weit über dem Durchschnitt der vergangenen 20 Jahre.

Fakten

  • Innenpolitisch sorgt die Regierungsbildung für hohe Unsicherheiten.
  • Es bleibt zudem weiterhin unklar, zu welchen Bedingungen der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU in 2019 vollzogen wird.
  • Der wirtschaftspolitische Kurs Donald Trumps bleibt mit vielen Fragezeichen behaftet, denn für viele seiner Wahlversprechen,  konnte sich im ersten Jahr nach der Wahl keine Mehrheit im Kongress finden. Es bleibt ungewiss, ob das Thema Protektionismus weiterhin auf der Agenda steht.
  • Selbst in Europa bleiben viele Fragezeichen bestehen, etwa im Zusammenhang mit dem Statut Kataloniens oder mit der politischen Neupositionierung einiger osteuropäischer Länder.
  • Weitere Risiken umfassen die geopolitischen Spannungen etwa rund um den Nordkorea-Konflikt, die rasant steigende Verschuldung der chinesischen Wirtschaft, die ungelösten Strukturprobleme anderer Schwellenländer.

Bewertung

  • Auch wenn die konjunkturelle Lage derzeit kaum Wünsche offen lässt, ist der aktuelle Konjunkturzyklus durch eine Investitionsschwäche gekennzeichnet, die durch die hohe wirtschaftspolitische Unsicherheit begründet ist.