Aktueller Bezug

Trotz all der weltpolitischen Verunsicherungen und der Aufwertung des Euro hat der deutsche Außenhandel zuletzt kräftig zugelegt.

Fakten

  • Es wird davon ausgegangen, dass es 2018 zu keinen ernsthaften Beeinträchtigungen im internationalen Handel durch Protektionismus und geopolitische Anspannungen kommt.
  • Der Welthandel legt im Jahr 2018 um 3 ½ Prozent zu. Das ist wieder etwas stärker als der Zuwachs bei der Weltproduktion.
  • Auch die globale Investitionstätigkeit kommt wieder stärker in Gang als zunächst vor dem Hintergrund der latent weniger handelsoffenen Grundeinstellungen vorhergesehen wurde.
  • Die Exporterwartungen der deutschen Unternehmen haben sich gemäß der IW-Konjunkturumfrage weiter verbessert. Im Herbst 2017 erwarten 32 Prozent der Unternehmen höhere Ausfuhren als im Vorjahr und nur 9 Prozent einen schwächeren Export. Der Saldo aus positiven und negativen Meldungen liegt leicht höher als im Frühjahr 2017 und um rund 10 Prozentpunkte über den Werten der beiden Umfragen aus dem Jahr 2016.
  • Die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft wird sich weiter verschlechtern. Dies liegt zum einen an der bisherigen Aufwertung des Euro. Für das Jahr 2018 sind hier aber keine weiteren Belastungen absehbar. Dagegen werden die Lohnstückkosten der deutschen Industrie weiter ansteigen.

Bewertung

  • Im Jahr 2018 bleibt der deutsche Außenbeitrag gemäß VGR konstant. Damit ist er für das Wachstum des realen BIP neutral.
  • Ein Ausgleich ist selbst bei einer dauerhaft merklich höheren Importdynamik nur über einen langen Zeitraum zu erreichen.