Die deutsche Industrie war in den letzten Jahren sehr erfolgreich. Sie konnte auf den Weltmärkten Marktanteile gewinnen und Arbeitsplätze in Deutschland sichern und neue schaffen. Der lange Zeit zu beobachtende Deindustrialisierungstrend scheint gestoppt, manche sprechen angesichts steigender industrieller Wertschöpfungsanteile sogar schon wieder von einer Renaissance der Industrie. Wie ist diese Entwicklung zu beurteilen, wie sollte eine moderne Industriepolitik ausgestaltet sein, und wie sind neuere nationale und europäische Entwicklungen einzuschätzen? Diese und weitere Fragen diskutieren Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik auf der wissenschaftlichen Jahrestagung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Die Tagung findet statt in besonderem Gedenken an Dr. Manfred Lennings, den langjährigen Präsidenten und Ehrenpräsidenten des IW, der im Frühjahr dieses Jahres verstorben ist. Dr. Manfred Lennings hat als Vorsitzender des Verwaltungsrats der Treuhandanstalt bis Mitte der 1990er Jahre einen aktiven Beitrag zur Transformation der DDR-Wirtschaft in eine marktwirtschaftliche Ordnung geleistet. Dabei lag ihm die Schaffung einer leistungsfähigen industriellen Basis in den Neuen Bundesländern immer besonders am Herzen.