Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat auch in den Wirtschaftswissenschaften Spuren hinterlassen. Das Vertrauen zu zwar mathematisch sauber abgeleiteten, aber realitätsfernen ökonomischen Modellen ist erschüttert. Manche Beobachter hoffen nunmehr auf eine Renaissance keynesianischen Denkens in Wissenschaft und Politik; andere wollen wie bisher weitermachen, nur auf der Basis von komplexeren Modellen. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln stellt sich einem kritischen Diskurs über die ökonomische Methodik und die Politikberatung. Dabei ist ein Blick über den Tellerrand in Nachbardisziplinen hilfreich. Deshalb geht das IW Köln, das in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag feiert, gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung der Frage nach dem Nutzen von Sozial- und Wirtschaftswissenschaften für die Politik auf den Grund.

Wissenschaftler aus beiden Instituten diskutieren mit Fachleuten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik über Wege zu einer modernen, theoriegeleiteten und empirisch fundierten Politikberatung. Die Ergebnisse der Tagung fließen unmittelbar in die Analysen der Forschungsgruppe „Markt und Staat“ ein, die an einem soliden, interdisziplinären Fundament für die wirtschaftspolitische Beratung arbeitet.

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