Die Corona-Pandemie hält Gesellschaften, Volkswirtschaften und Arbeitsmärkte weiter in Atem. Trotz erster Signale einer Belebung der gesamtwirtschaftlichen Aktivität und einer leichten Erholung der Beschäftigungsperspektiven besteht ein hohes Maß an diagnostischer Unsicherheit über die weitere Entwicklung von Produktion, Beschäftigung und Arbeitsbedingungen.

Ähnlich viel Unsicherheit gibt es bezüglich der Abschätzung, welche Maßnahmen aus den verschiedenen Fiskalpaketen auf europäischer wie nationalstaatlicher Ebene bisher schon in der Umsetzung sind, wie sie umgesetzt werden und vor allem, wie sie wirken. Dies stellt auch eine ganz besondere Herausforderung für die Evaluationsforschung dar.

Im vierten, gemeinsamen Institutskolloquium wollen wir in einem konzentrierten digitalen Austausch die gesamtwirtschaftlichen Effekte der Corona-Krise diskutieren und ihre Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt beleuchten. Wir wollen aber auch der Frage nachgehen, in welcher Hinsicht die aktuelle Krise für die weitere Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft Impulse zu geben vermag, Prozesse beschleunigt oder gar Entwicklungspfade ändert.

Eine abschließende Runde erörtert, ob und inwiefern die korporatistischen Strukturen in Deutschland sich als ein struktureller Erfolgsfaktor für eine erfolgreiche Krisenbewältigung erweisen können und ob die Krise zu einer Revitalisierung des Korporatismus führt.