Studierende und Auszubildende werden im Rahmen des von der Arconic Foundation geförderten Projekts mit den Anforderungen des digitalen Wandels in den Unternehmen vertraut gemacht und erhalten die Möglichkeit, ihr kreatives Potenzial für konkrete 4.0-Anwendungen zu aktivieren.

Students‘ Road to 4.0 bietet jungen Menschen ein experimentelles Lernumfeld, um eigenständig die Auswirkungen der Digitalisierung auf Wirtschaft, Unternehmen und Arbeit zu erkunden. Das Projekt wird von der Arconic Foundation gefördert und in Kooperation mit dem von Studierenden der Hochschule Fresenius in Düsseldorf gegründeten Netzwerk D.E.M.I.N.G. e.V. umgesetzt.

Students Road to 4.0 ...

  • wird die ausgewählten Studierenden und Auszubildenden auf die potenziellen Auswirkungen der Digitalisierung aufmerksam machen
  • wird sie auf sich verändernde berufliche Anforderungen vorbereiten und damit ihre Chancen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft erhöhen
  • wird dabei ihren Ideenreichtum aktivieren, um mit Partnerunternehmen konkrete Lösungen für potenzielle 4.0-Anwendungen zu entwickeln und zu erproben
  • wird die beteiligten Unternehmen bei der Förderung von Nachwuchskräften unterstützen

Die Teilnehmer erfahren in Seminaren mit Experten aus Wissenschaft und Unternehmen, welche Veränderungen digitale Technologien und Prozesse in den Unternehmen auslösen und welche Herausforderungen dabei überwunden werden müssen. In Design-Thinking-Workshops entwickeln sie innovative Ideen für praxisnahe 4.0-Anwendungen, die sie In selbstgesteuerten Projektgruppen mit beteiligten Partnerunternehmen erproben und zur Umsetzungsreife bringen.

Kooperationspartner

D.E.M.I.N.G. e.V. an der Hochschule Fresenius Düsseldorf
deming-netzwerk.de

Flyer

Students‘ Road to 4.0
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Förderer

Arconic Foundation fördert Programme, die die Belegschaft des 21. Jahrhunderts auf fortschrittliche Fertigungstechnologien vorbereitet. Arconic Foundation ist eine unabhängige Stiftung mit einem Vermögen von ungefähr US$ 320 Millionen und ist der wohltätige Zweig von Arconic Inc. Arconic Inc. löst in enger Zusammenarbeit mit Kunden komplexe Herausforderungen im Bereich Engineering und gestaltet neue Wege zu fliegen, fahren, bauen oder Energie zu erzeugen. Gemeinsam mit unseren gemeinnützigen Partnern eröffnen wir Möglichkeiten einer qualifizierten Ausbildung im MINT Bereich für Studenten, wir unterstützen Weiterbildung im Bereich Engineering und bei technischen Fertigkeiten in Schulen, technischen Fachhochschulen und Universitäten weltweit und helfen unterrepräsentierten Personen einen Zugang zu MINT Feldern zu erlangen. Die Arbeit von Arconic Foundation wird auch von Tausenden von Arconic Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt, die durch ihren freiwilligen Einsatz ihr Talent und ihre Zeit einsetzen, um in ihren Gemeinden zu helfen. 2016 gegründet ist Arconic Foundation in 26 Ländern weltweit aktiv. Zur Website www.arconic.com

Sensibilisierungsseminare

Am 30. September starteten die gut 30 Teilnehmer ihre Reise auf der „Students‘ Road to 4.0“ mit einem ganztägigen Sensibilisierungsworkshop in Düsseldorf. Die Studierenden und Auszubildenden beschrieben auf ihrer ersten Etappe die Merkmale, die die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft kennzeichnen. Drei Vorträge führten anschließend in das Thema ein und regten eine Diskussion unter den Teilnehmern an. Ralf Neuhaus, Vertreter der Hochschule Fresenius und des D.E.M.I.N.G. e.V., stellte zunächst einige grundlegende Trends vor, die von digitalen Technologien bei Geschäftsmodellen sowie bei Produktions- und Logistikprozessen ausgelöst werden. Zwei Beiträge aus der betrieblichen Praxis gaben anschließend einen Einblick, wie der 3D-Druck die Möglichkeiten der Produktoptimierung von Flugzeugbauteilen erweitert und einem neuen Geschäftsmodell den Weg in der Schuhindustrie geebnet hat.

Das zweite Blockseminar am 14. Oktober 2017 stand zunächst ganz im Zeichen der potenziellen Veränderungen, die der digitale Wandel in der Arbeitswelt anstoßen könnte. Die Teilnehmer diskutierten mit IW-Arbeitsmarktexperte Oliver Stettes die potenziellen Auswirkungen der Automatisierung auf die Beschäftigungsperspektiven in den unterschiedlichen Berufsgruppen. Darüber hinaus stand im Fokus, wie die Arbeitsbedingungen in einem Arbeitsumfeld 4.0 derzeit aussehen. Franka Niepmann, Vertreterin der Hochschule Fresenius und des D.E.M.I.N.G. e.V., vermittelte Einblicke, wie sich die Gestalt der Arbeitsplätze im administrativen Bereich und in der industriellen Fertigung verändern könnte. Ein weiterer Schwerpunkt war das Aufkommen neuer Arbeitsformen wie Croudworking. Der Tag wurde durch den Vortrag eines IT-Experten zum Thema Datensicherheit in einer vernetzten Wirtschaft abgerundet.

Mit dem dritten Blockseminar am 18. November fand die erste Projektphase ihr Ende. Dominik Enste, Wirtschaftsethiker am Institut der deutschen Wirtschaft Köln und der Technischen Hochschule Köln diskutierte zunächst mit den Auszubildenden und Studierenden intensiv, wie man die Balance zwischen Informationsflut und einer wachsenden Zahl von Auswahlalternativen auf der einen Seite und einer ausgewogenen, zufriedenstellenden Entscheidungsfindung auf der anderen Seite wahren kann. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden anschließend in einer zweiten Präsentation, die mit verhaltensökonomischen Gruppenübungen angereichert war, für die Herausforderung sensibilisiert, wie man in einem digitalen Umfeld eine Vertrauensbasis herstellen und bewahren kann. Abschließend stellte Erwin Hoffman von der Hochschule Fresenius die vielfältigen Möglichkeiten vor, wie Lernprozesse durch die Digitalisierung unterstützt werden können. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden dann im Frühjahr in die zweite Etappe der Students‘ Road to 4.0 starten und in Design-Thinking-Workshops kreative Lösungen für ein Arbeitsumfeld 4.0 entwickeln.

Design-Thinking Workshops

In drei aufeinander aufbauenden Design-Thinking-Workshops am 23./24. Februar, am 10. März und am 28. April entwickelten die Studierenden und Auszubildenden eine Vielzahl von kreativen Lösungen für betriebliche Herausforderungen, die im Zuge der Digitalisierung entstehen. Darunter sind unter anderen:

Carsten meets 4.0: Wie kann eine Produktionsleitung in die Lage versetzt werden, in einem durch den digitalen Wandel unsicheren und von Informationsflut geprägten Umfeld generationengerecht zu kommunizieren und die digitale Transformation erfolgreich zu begleiten? Hierfür soll zunächst eine betriebliche Digitalisierungsmesse organisiert werden, auf der funktions- und hierarchieübergreifend das Wissen über und die Erfahrungen mit dem Umgang mit digitalen Technologien im Betrieb ausgetauscht werden können. An die Messe knüpfen drei personalpolitische Bausteine für Beschäftigte und Führungskräfte an: Generationengemischte, abteilungsübergreifende Tandems arbeiten gemeinsam an einem Projekt. So kann Wissen im beruflichen Alltag untereinander ausgetauscht und ein Verständnis für die unterschiedlichen Perspektiven aufgebaut werden. Ausgewählte Key User werden zu Digitallotsen ausgebildet, die als Ansprechpartner für andere fungieren. Ein abteilungsübergreifendes Job Rotation Programm soll dem Beschäftigten den Blick über den eigenen Tellerrand ermöglichen und die Zusammenarbeit fördern.

Ich und mein Job: Was ist schlimmer als enttäuschte Erwartungen? Das gilt nicht nur im Privatleben, sondern auch im Beruf – vor allem beim Antritt einer neuen Stelle und für Berufseinsteiger. Videos, die ein realistisches Bild über den beruflichen Alltag in einer Firma geben, sollen in Kombination mit einer Chat-Schnittstelle zwischen Betrieb und Bewerbern der Personalabteilung helfen, trotz zunehmender Konkurrenz um die besten Köpfe die passenden Mitarbeiter zu finden.

x-Wiki: Wie nehme ich den Beschäftigten die Sorgen vor dem digitalen Wandel? Indem Berührungsängste mit digitalen Technologien abgebaut und ihre Vorzüge für den Einzelnen im betrieblichen Alltag erlebbar werden. Das Instrument hierfür ist ein Tablet, das dem Produktionsmitarbeiter über Apps Hilfestellungen bei Handgriffen gibt, Produktionsprozesse anschaulich verdeutlicht, Trainingsmöglichkeiten eröffnet und den Austausch mit den Kollegen ermöglicht. Das X-Wiki unterstützt den Beschäftigten unmittelbar bei der Ausübung seiner Tätigkeiten und hilft ihm, seine Kompetenzen zu erweitern. Die Ängste vor den Veränderungen am eigenen Arbeitsplatz durch die Digitalisierung nehmen ab und die Veränderungsbereitschaft wird gestärkt.

DIGI-Tag: Wie kann ein Vertriebsmitarbeiter trotz Informationsflut und Multitasking seinen Spaß an der Arbeit erhalten? Mit einer Bootstour, könnte die Antwort lauten. Sie bildet den Rahmen für regelmäßig stattfindende Digitalisierungstage. Ein DIGI-Tag soll die Vernetzung der Mitarbeiter aus Vertrieb und Marketing mit Vertretern von Kunden und Dienstleistern intensivieren und den Austausch über gemeinsame Herausforderungen und Chancen durch die Digitalisierung fördern. Beim Speed-Dating lernt man schnell unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichsten Anforderungen und Perspektiven kennen. Die Eindrücke nimmt man mit in einen anschließenden Workshop, wo man die Rolle der anderen Stakeholder einnimmt. Jeder DIGI-Tag hat einen bestimmten Themenschwerpunkt, der durch einen inhaltlichen Impuls und in Dialogforen mit den neu gewonnenen Eindrücken weiter vorangetrieben wird.

Ansprechpartner

Oliver Stettes

Dr. Oliver Stettes

Leiter des Kompetenzfelds Arbeitsmarkt und Arbeitswelt

Tel0221 4981-697

Mailstettes@iwkoeln.de

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