Unter dem Titel „Erfolgsgeschichte Soziale Marktwirtschaft – mit Rat und Tat in die Zukunft“ holte der Bundesbankpräsident weit aus und beschwor die ordnungspolitischen Grundlagen der bundesdeutschen Wirtschaftsordnung: „Wettbewerb ist ein Garant für die Leistungsfähigkeit der Marktwirtschaft. Er schafft Wohlstand, er muss aber auch geschützt werden. Dafür braucht es ein kluges Wettbewerbsrecht und starke Kartellbehörden.“ Eingangs hatte Weidmann darauf hingewiesen, dass die Geschichte des IW eng verknüpft ist „mit der Geschichte unserer Wirtschaftsordnung. Um die Wurzeln des heutigen IW zu verstehen, muss man deshalb noch etwas weiter als 70 Jahre zurückgehen.“

Die Rolle des Instituts ordnete der Bundesbankpräsident am Ende seiner Rede wie folgt ein: „Das IW setzt sich seit 70 Jahren dafür ein, dass marktwirtschaftliche Prinzipien beachtet und wertgeschätzt werden und dass das freiheitliche Gedankengut der Sozialen Marktwirtschaft Verbreitung findet. Dieses Anliegen hat über die Jahrzehnte nichts an seiner Wichtigkeit verloren. Ich bin davon überzeugt, im Diskurs um den richtigen Weg unserer Wirtschaftsordnung wird sich das IW auch künftig Gehör verschaffen – mit seinen profunden Analysen und verständlichen Botschaften.“ Auf den Punkt „Verständlichkeit“ war der Bundesbankpräsident vorher intensiv eingegangen, als er dem Institut unter Bezug auf die Allianz der Wissenschaftsorganisationen und deren Forderung, die öffentliche Kommunikation von Wissenschaft zu verbessern und im akademischen Umfeld stärker wertzuschätzen, ebendiese attestierte: „Mit seinen Arbeiten legt das IW einen eindrücklichen Beweis dafür vor, dass wissenschaftliche Seriosität und verständliche Sprache kein Gegensatz sind, dass Wissenschaft keineswegs im Elfenbeinturm gefangen ist und dass „volkswirtschaftliche Aufklärungsarbeit“ gelingen kann.“

Die gesamte Rede von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann findet sich hier: Erfolgsgeschichte Soziale Marktwirtschaft – mit Rat und Tat in die Zukunft | Deutsche Bundesbank