Bis 2030 fehlen in Deutschland zwei bis drei Millionen Fachkräfte, denn einerseits geht die geburtenstarke Babyboomer-Generation jetzt nach und nach in Rente, andererseits gibt es nicht genügend junge Fachkräfte. Das heißt für Unternehmen: neue Fachkräftepotenziale erschließen. 4,9 Millionen Menschen haben eine anerkannte Behinderung und sind im erwerbsfähigen Alter von 15 bis 64 Jahren. Mehr als die Hälfte von ihnen ist gut qualifiziert, mit einer schulischen oder beruflichen Ausbildung zur Fachkraft. Aber nur 53 Prozent von ihnen sind erwerbstätig – trotz verfügbarer Hilfsmittel und finanzieller Unterstützung bei der Einrichtung von behinderungsgerechten Arbeitsplätzen. 

Vielen Unternehmen ist nicht bewusst, dass sie umfangreiche Unterstützung und Förderleistungen bei der Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen erhalten können. Die Internetplattform REHADAT unterstützt die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen: Vierzehn Portale mit aktuell etwa 80.000 Dokumenten informieren über erfolgreiche Beispiele für Arbeitsgestaltung, relevante Urteile und Gesetze, Kontaktdaten, Literaturhinweise, Forschungsprojekte, Statistiken, Seminaranbieter, Informationen über Hilfsmittel und die Ausgleichsabgabe.

Im Portal Gute Praxis zeigen 900 betriebliche Beispiele, wie Inklusion in Unternehmen gelingen kann und geben Anregungen für eine optimale individuelle Arbeitsgestaltung. So können Menschen mit unterschiedlichen Behinderungsarten ihre Ausbildung oder ihre Beschäftigung an einem behinderungsgerechten Arbeitsplatz aufnehmen. 
Die Förderfinder-App von REHADAT erleichtert die Recherche von bundesweiten oder bundeslandspezifische Fördermöglichkeiten: Es gibt Förderungen für Unternehmen, die Menschen mit Behinderungen beschäftigen, und für betroffene Beschäftigte in Form von finanziellen Zuschüssen, Darlehen und Prämien. 

REHADAT ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aus dem Ausgleichsfonds gefördert.