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IW-Newsletter: Einkommen und Vermögen

26. Mai 2021
Liebe Leserinnen und Leser,

die Corona-Pandemie hält Deutschland und die Welt weiterhin in Atem, auch wenn sich die aktuellen Kennziffern zum Infektionsgeschehen erfreulich positiv entwickeln und die Impfquote kontinuierlich steigt. Die ökonomischen und sozialen Folgen der Krise bleiben jedoch weiterhin nur schwer abzuschätzen, wenngleich sich eine wachsende Zahl von Studien mit diesen Themen beschäftigt. So ging beispielsweise aus dem Datenreport 2021 von Statistischem Bundesamt und anderen hervor, dass zu Beginn der Krise vor allem Besserverdienende stärker vom Infektionsgeschehen und Quarantänemaßnahmen betroffen waren als andere, während es im weiteren Krisenverlauf eher finanziell schwächere Haushalte gewesen sind. Doch wie wir mit unserer Simulationsanalyse zu den Verteilungsfolgen der Corona-Pandemie gezeigt haben, konnten sozialstaatliche Sicherungssysteme gerade im unteren Einkommensbereich die negativen finanziellen Folgen der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung im Krisenjahr 2020 vorerst begrenzen. Immer mehr Studien bekräftigen dieses Bild. Die langfristigen Folgen bleiben jedoch weiterhin unsicher.

Zur Bewältigung der Krise dürfte es zudem sicherlich von Vorteil gewesen sein, dass sich Deutschland vor Ausbruch der Corona-Pandemie in einer Situation wirtschaftlicher Stärke befunden hat und sich gleichzeitig zentrale Kennziffern der Einkommens- und Vermögensverteilung weitestgehend positiv entwickelt hatten. Zu diesem Ergebnis kommt ebenfalls der 6. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung, den wir in einer IW-Nachricht kurz eingeordnet haben. Wie sich zudem die Verteilung von Einkommen und Vermögen bis zum Ausbruch der Pandemie global entwickelt hat, haben wir in einem englischsprachigen Überblickswerk beschrieben. Auch hier zeigen sich viele positive Entwicklungen auf, insbesondere mit Blick auf die Bekämpfung der extremen Armut, die in der Bevölkerung jedoch oftmals nicht wahrgenommen werden. So zeigen die Kolleginnen in einem neuen IW-Trends zum selektiven Medienkonsum und sozioökonomischen Wissen auf, dass die Bürgerinnen und Bürger insgesamt einen eher zu pessimistischen Blick auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation haben.

Wie immer wünschen wir viel Vergnügen beim Lesen und bleiben Sie weiterhin gesund!

Maximilian Stockhausen
Ökonom für Verteilungsfragen

Studien

Eine Vermessung des Solidaritätsprinzips in der gesetzlichen Krankenversicherung
IW-Analyse Nr. 143 | 13. Juli 2021
Dr. Martin Beznoska / Dr. Jochen Pimpertz / Dr. Maximilian Stockhausen
Das Solidaritätsprinzip prägt die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Bislang leisten rund vier von zehn Versicherten ...

Stellungnahme zum 6. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung
IW-Report Nr. 26 | 24. Juli 2021
Dr. Maximilian Stockhausen
Mit dem 6. Armuts- und Reichtumsbericht (ARB) kommt die Bundesregierung ihrer gesetzlichen Verpflichtung nach zur Mitte einer ...

Die Rolle der Betriebsvermögen in der Vermögensverteilung
Gutachten | 5. Juli 2021
Dr. Markus Demary / Dr. Tobias Hentze / Dr. Björn Kauder / Dr. Judith Niehues
Große Vermögen sind stärker betrieblich gebunden als dies amtliche Statistiken und Erhebungen ausweisen. Das geht aus einer ...

Gerechtes Deutschland – Die Rolle der Vermögen
Gutachten | 29. Juni 2021
Dr. Judith Niehues / Dr. Jochen Pimpertz / Dr. Maximilian Stockhausen
Vermögen sind ungleicher verteilt als Einkommen. Dieser Sachverhalt ist unumstritten und gilt sowohl in Deutschland als auch ...

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