Um wirtschaftlich leistungsfähig zu bleiben, ist Deutschland angesichts des demografischen Wandels zunehmend auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Ohne Zuwanderung würde die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und 64 Jahren bis zum Jahr 2035 voraussichtlich um 10,5 Millionen Personen sinken – das entspricht einem jährlichen Rückgang um mehr als 500.000 Personen. Prognosen verschiedener Forschungsinstitute kommen daher auch bei moderater Zuwanderung zu dem Schluss, dass Fachkräfte vor allem in den Bereichen Gesundheit und in industrienahen Tätigkeiten noch knapper werden. Dabei werden sowohl Akademiker als auch Fachkräfte mit einer Berufsausbildung benötigt.

In den kommenden Jahren dürfte die Nachfrage nach Fachkräften deutlich zunehmen: Durch die Digitalisierung werden zusätzliche Fachkräfte gebraucht, die auf die Entwicklung, Herstellung, Programmierung, Bedienung und Wartung moderner technischer Anlagen spezialisiert sind. Eine Unternehmensbefragung des IW kommt zu dem Ergebnis, dass nur 6,8 Prozent der Unternehmen, die digital stark aufgestellt sind, in den nächsten fünf Jahren zusätzliche ungelernte Arbeitskräfte benötigen. Hingegen erwarten 44,5 Prozent dieser Betriebe einen Mehrbedarf an Akademikern und 41,2 Prozent einen Mehrbedarf an Arbeitnehmern mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung.

Arbeitsmarkt im Wandel

Deutschland ist auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Unser Video zeigt, wie Zuwanderer schon heute den Arbeitsmarkt verändern.

IW policy paper

Wido Geis / Jeannette Michaelle Nintcheu: Gesteuerte Zuwanderung in der Flüchtlingskrise – Warum Deutschland trotz des starken Zuzugs Fachkräfte aus Drittstaaten gewinnen sollte

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IW-Report

Oliver Koppel: Beschäftigungsspuren der Flüchtlings- und Erwerbsmigration am deutschen Arbeitsmarkt – Der Beitrag verschiedener Herkunftsländer zur Fachkräftesicherung in Deutschland

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Pressemitteilung

Zuwanderung – Türen für Fachkräfte öffnen

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Statement

Qualifizierte Zuwanderung und Flüchtlingsmigration – was zu tun ist

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Tabellen und Grafiken

Qualifizierte Zuwanderung und Flüchtlingsmigration – was zu tun ist

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Ansprechpartner

Flüchtlinge
IW-Nachricht, 25. August 2016

Flüchtlinge Sprachkenntnisse sind der SchlüsselArrow

Die Integration von Flüchtlingen in das deutsche Bildungssystem wird nicht billig. Dennoch sollte die Politik mehr Geld in die Sprachförderung stecken, denn nur mit guten Deutschkenntnissen haben Flüchtlinge eine Chance auf dem Arbeitsmarkt, wie aktuelle Studien zeigen. Dafür muss aber auch das Personal in Schulen und Kitas besser geschult werden. mehr

Gutachten
Gutachten, 18. August 2016

Christina Anger / Anja Katrin Orth / Axel Plünnecke Bildungsmonitor 2016Arrow

In diesem Gutachten für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft begutachten die IW-Experten unter anderem, wie das Bildungsangebot für Flüchtlinge besser gemacht werden kann. Viele tun sich schwer, eine passende Arbeit zu finden. Vor allem frühkindliche Bildung, eine stärkere Förderung in der Schule und eine gezielte Ausbildungsvorbereitung seien nötig, um die Bildungsdefizite der Geflüchteten zu beheben. Der Bildungsmonitor misst und bewertet seit 2004 den bildungspolitischen Fortschritt in Deutschland. mehr