Der Aufschwung in Deutschland verliert an Kraft, die Konjunktur stürzt aber keineswegs ab. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) geht in seiner Frühjahrsprognose davon aus, dass das reale Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 1,7 Prozent und 2009 noch um 1,4 Prozent wächst. Dass die Wirtschaft ihre Dynamik nicht vollständig einbüßt, macht auch die aktuelle IW-Konjunkturumfrage deutlich, an der mehr als 2.000 Unternehmen in West- und Ostdeutschland teilgenommen haben.

Danach gehen 45 Prozent der deutschen Firmen für 2008 von einer steigenden Produktionsleistung aus. Nur 12 Prozent rechnen mit einem sinkenden Output. Hauptgrund für das geringere konjunkturelle Tempo sind die verschlechterten globalen Rahmenbedingungen – von den hohen Energie- und Rohstoffpreisen bis hin zur Immobilien- und Finanzmarktkrise. Vor diesem Hintergrund setzen zwar weiterhin 36 Prozent der befragten Betriebe auf ein wachsendes Auslandsgeschäft, lediglich 10 Prozent befürchten ein Minus. Mit einem realen Exportzuwachs von 4,2 Prozent in diesem und 3,5 Prozent im kommenden Jahr kann der Außenhandel der deutschen Konjunktur aber keinen rechten Schub mehr geben. Immerhin wollen noch 37 Prozent der Unternehmen im laufenden Jahr mehr investieren als 2007. Nur 18 Prozent meinen, ihr entsprechendes Budget kürzen zu müssen.

Pressemitteilung

IW-Konjunkturumfrage Frühjahr 2008: Wachstum sinkt auf 1,7 Prozent
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IW-Trends

Arbeitsgruppe Konjunktur: Schwächung ohne Absturz – IW-Konjunkturprognose Frühjahr 2008
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Ölpreis
IW-Nachricht, 29. September 2016

Ölpreis Ende der KonjunkturspritzeArrow

Die Zeiten billigen Öls sind fürs Erste vorbei: Nach jahrelangen Verhandlungen haben sich die OPEC-Staaten jetzt darauf geeinigt, ihre Produktion zu deckeln. Der Ölpreis stieg sofort sprunghaft an und dürfte in den kommenden Monaten weiter zulegen. Die deutsche Wirtschaft wird die Bremseffekte schnell zu spüren bekommen. mehr

IW-Konjunkturampel
IW-Pressemitteilung, 15. September 2016

IW-Konjunkturampel Die Warnleuchten springen anArrow

Auf den ersten Blick erscheint die deutsche Wirtschaft noch robust: In den ersten sechs Monaten 2016 ist sie noch gewachsen. Doch der Ausblick verdüstert sich, zeigt die Konjunkturampel des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Ausgerechnet die Industrie macht Sorgen. mehr

Konjunktur
IW-Nachricht, 12. August 2016

Konjunktur Robuster als gedacht Arrow

Die deutsche Konjunktur zeigt sich in der ersten Jahreshälfte 2016 erstaunlich robust. Hierbei hat sich der Außenhandel insbesondere im zweiten Quartal als Konjunkturstütze erwiesen. Im Zuge der wirtschaftlichen Erholung werden Waren made in Germany in Süd- und Osteuropa wieder vermehrt nachgefragt. Doch fehlende Investitionen sind Grund zur Sorge. mehr