Die Diskussion um die relative Attraktivität und Zukunftsfähigkeit der beruflichen Qualifizierung in Deutschland als entscheidendem Bindeglied zwischen Bildungs- und Beschäftigungssystem ist in vollem Gang. Demografische Veränderungen, Kräfteengpässe, Qualifizierungsinitiativen von Bund und Ländern, die Entwicklung eines Europäischen Qualifikationsrahmens und neue Strukturkonzepte für die Berufsbildung verlangen nach neuen Antworten auf seit langem gestellte Fragen.

Die Notwendigkeit flexiblerer Ausbildungsstrukturen, neuer Scharniere zwischen Ausbildung und Weiterbildung sowie zwischen beruflicher und akademischer Bildung scheint unbestritten. Doch vielfach schwingt dabei noch die Sorge um einen Qualitätsverlust durch mehr Durchlässigkeit und internationale Vergleichbarkeit mit. Viele sehen das Berufsprinzip als Herzstück beruflicher Qualifizierung in Deutschland gefährdet.

Die Kernfrage der Konferenz lautet deshalb: Wie kann das Berufsprinzip als konstitutives Merkmal der Berufsbildung in Deutschland trotz Modularisierung, europäischer Vergleichbarkeit und erhöhter Durchlässigkeit neu definiert werden? Wie kann berufliche Qualifizierung neue Potenziale erschließen, ohne an Qualität zu verlieren? Was können Unternehmen selbst tun, was ist Sache von Kammern, Verbänden und Politik? Diesen Fragen widmet sich die Round-Table-Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung und des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.

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Prof. Dr. Dieter Euler, Universität St. Gallen
IconEuropäisierung der Berufsbildung – mehr Transparenz und Flexibilität oder Entberuflichung? | PDF

Prof. Dr. Martin Baethge, Präsident des Soziologischen Forschungsinstituts Göttingen
IconMehr Übergänge in der beruflichen Bildung – Aufstiegsperspektive oder Qualitätsrisiko? | PDF

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