Die deutsche Wirtschaft wächst nach der schweren Wirtschaftskrise wieder stärker als erwartet. Was für viele eine frohe Botschaft ist, wird von Wachstumskritikern mit Argwohn betrachtet. Die einen freuen sich über steigende Gewinne und sprudelnde Steuereinnahmen, die anderen befürchten, dass Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit im Aufschwung wieder einmal auf der Strecke bleiben.

Lehren aus der Krise haben beide Gruppen nicht gezogen, so scheint es. Bei den einen sind kurzfristige Gewinnmaximierung oder kostspielige Wahlgeschenke wieder gefragt, ohne Rücksicht auf längerfristige Ziele. Von den anderen wird weiterhin pauschal die Marktwirtschaft verteufelt, statt differenziert auch die Fehlsteuerungen und fehlenden Anreize für langfristige Strategien bei politischen Institutionen zu sehen.

Zwischen diesen Extrempositionen sondiert das XXIII. Wirtschaftsethische Forum die Chancen für nachhaltiges Wachstum. Grundsätzlich ist Wachstum der Schlüssel für unseren Wohlstand. Und die Wirtschaft wächst am besten auf flexiblen Märkten – innerhalb einer Wettbewerbsordnung. Damit ist jedoch nicht „Wachstum um jeden Preis“ gemeint, im Gegenteil, unternehmerisches Handeln sollte immer an ein Wertefundament gebunden sein und eine langfristige Strategie verfolgen. Müssen dafür der Marktwirtschaft Fesseln angelegt werden, auch wenn diese als Wohlstandsbremse wirken? Welche Verantwortung für nachhaltiges Wachstum haben die Unternehmen, was kann die Politik und was kann jede(r) einzelne als Konsument(in), Arbeitnehmer(in) und Bürger(in) tun? Unter welchen Bedingungen kann weniger mehr sein? Gibt es Sättigung? Welche Lehren können wir aus der Geschichte ziehen?

Präsentationen

Sättigung oder Wachstum? Eine wirtschaftshistorische und ökonomische Reflexion
Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln
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Wachstum in Zeiten hoher Verschuldung? Die Verantwortung der Unternehmen
Dr. Richard Pott, Mitglied des Vorstands der Bayer AG
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Ansprechpartner

9. September 2016

Wahl Begehrtes BerlinArrow

Am 18. September wählen die Berliner ein neues Abgeordnetenhaus. Die wirtschaftlichen Perspektiven der Hauptstadt sind vielversprechend: Weil die 3,5-Millionen-Metropole vor allem bei jungen Leuten hoch im Kurs steht und zudem mit niedrigen Lebenshaltungskosten punkten kann, entwickelt sie sich zur hippen Gründerhauptstadt. mehr auf iwd.de

29. August 2016

Mecklenburg-Vorpommern Der Tourismus-PrimusArrow

Am 4. September wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Ökonomisch betrachtet hat sich das Bundesland in den vergangenen Jahren zwar gut entwickelt, liegt aber noch etwas unter dem ostdeutschen Durchschnitt. Dafür gibt es derzeit einige sehr gute Nachrichten aus dem Tourismus und dem Schiffsbau. mehr auf iwd.de

Unternehmensinsolvenzen
IW-Pressemitteilung, 2. August 2016

Unternehmensinsolvenzen Weniger Pleiten, weniger InnovationArrow

Immer weniger Unternehmen in Deutschland gehen bankrott. Das zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer neuen Studie: Seit über zehn Jahren sinkt die Zahl der zahlungsunfähigen Firmen. Doch der Erfolg ist nicht gleichmäßig verteilt – NRW verliert den Anschluss. mehr