Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat auch in den Wirtschaftswissenschaften Spuren hinterlassen. Das Vertrauen zu zwar mathematisch sauber abgeleiteten, aber realitätsfernen ökonomischen Modellen ist erschüttert. Manche Beobachter hoffen nunmehr auf eine Renaissance keynesianischen Denkens in Wissenschaft und Politik; andere wollen wie bisher weitermachen, nur auf der Basis von komplexeren Modellen. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln stellt sich einem kritischen Diskurs über die ökonomische Methodik und die Politikberatung. Dabei ist ein Blick über den Tellerrand in Nachbardisziplinen hilfreich. Deshalb geht das IW Köln, das in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag feiert, gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung der Frage nach dem Nutzen von Sozial- und Wirtschaftswissenschaften für die Politik auf den Grund.

Wissenschaftler aus beiden Instituten diskutieren mit Fachleuten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik über Wege zu einer modernen, theoriegeleiteten und empirisch fundierten Politikberatung. Die Ergebnisse der Tagung fließen unmittelbar in die Analysen der Forschungsgruppe „Markt und Staat“ ein, die an einem soliden, interdisziplinären Fundament für die wirtschaftspolitische Beratung arbeitet.

Programm
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Präsentationen

Formen und Grenzen sozialwissenschaftlicher Politikberatung
Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Streeck, Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung
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Evidenzbasierte wirtschaftswissenschaftliche Politikberatung – Chancen und Grenzen
Dr. Rolf Kroker, Leiter Wirtschaftspolitik und Sozialpolitik im Institut der deutschen Wirtschaft Köln

Dr. Hans-Peter Klös, Leiter Bildungspolitik und Arbeitsmarktpolitik im Institut der deutschen Wirtschaft Köln
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Fairness aus Sicht der Laien – Implikationen für die Politikberatung
V.-Prof. Dr. Dominik Enste, Senior Economist und Projektleiter im Institut der deutschen Wirtschaft Köln
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Epistemische Gemeinschaften zwischen Wissenschaft und Praxis
Prof. Dr. Sigrid Quack, Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung
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Fotos

Ansprechpartner

Themen

US-Präsidentschaftswahl
IW-Nachricht, 9. November 2016

US-Präsidentschaftswahl Erschütterung für die WeltArrow

Die USA haben gewählt – und sich für Unberechenbarkeit statt Kontinuität entschieden. Doch es ist völlig offen, ob Donald Trump umsetzen kann und wird, was er während des Wahlkampfes versprochen hat. mehr

7. November 2016

Twitter Hashtags aus dem BundestagArrow

Barack Obama und Wladimir Putin tun es, ebenso François Hollande und Hillary Clinton: Sie alle nutzen Twitter. Über den Kurznachrichtendienst werden in erster Linie Nachrichten und aktuelle Themen verbreitet und kommentiert. Die Bedeutung dieses schnelllebigen Kanals ist auch den deutschen Politikern nicht entgangen, viele Bundestagsabgeordnete twittern mittlerweile regelmäßig. mehr auf iwd.de

IW-Report
IW-Report, 14. Oktober 2016

Esther Chrischilles Stellungnahme zu den Chancen des KlimaschutzesArrow

Das Institut der deutschen Wirtschaft hat in einer öffentlichen Anhörung im Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Energie Stellung genommen zu einem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: "Weichen für die ökologische Modernisierung der Wirtschaft stellen – Chancen des Klimaschutzes nutzen". mehr