Die duale Berufsausbildung trägt wesentlich zur Sicherung der Fachkräftebasis der Unternehmen in Deutschland bei. Allerdings zeigen sich derzeit bereits mehr Fachkräfteengpässe bei beruflich Qualifizierten als bei Hochqualifizierten. Unter den Berufen mit den größten Engpässen bei Ausbildungsabsolventen finden sich mehrheitlich gewerblich-technische Berufe. Hinzu kommt, dass sich der Ausbildungsstellenmarkt angesichts stark rückläufiger Bewerberzahlen gewandelt hat. Es gilt einerseits, leistungsschwächere Zielgruppen für die duale Ausbildung fit zu machen und andererseits auch für leistungs stärkere Bewerber attraktiv zu bleiben. In diesem Zusammenhang wurden in zwei Workshops folgende Themen vertieft behandelt:

  • Welchen Beitrag kann die Weiterbildung und Nachqualifizierung von An- und Ungelernten leisten? Welche Rolle kommt hier den Unternehmen zu, welche Förderung ist nötig?
  • Welche Qualifikationen werden künftig vorrangig benötigt? Führen die Engpässe bei Hochqualifizierten zu einer Akademisierung der Arbeitswelt oder stellt der gezielte Ausbau von berufsbegleitender Fort- und Weiterbildung die größere Herausforderung dar?

Unser Ziel war es auch in diesem Jahr, gemeinsam mit Ihnen „Waldthausener Thesen zur beruflichen Bildung“ zu erarbeiten, um damit die berufsbildungspolitische Diskussion um die originäre Perspektive der Unternehmen zu bereichern. Dabei wurden wir durch Vorträge hochkarätiger Referenten aus Theorie, Praxis und Politik unterstützt.

Programm
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Präsentationen

Dr. Hans-Peter Klös: Praktisch unschlagbar? Berufliche Bildung zwischen Grundbildungsdefiziten und Hochschulansturm
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Horst Weishaupt: Duales Studium und betriebsnahe Formen der wissenschaftlichen Weiterbildung - Neue Potentiale zur Höherqualifizierung?
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Dr. Anke Grotlüschen: Level-One Studie (leo.) - Funktionaler Analphabetismus in Deutschland
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Monika Bittner: Weiterbildung und Nachqualifizierung von An- und Ungelernten
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Uwe Klinck: Projekt „Optimierung der Qualifizierungsangebote für gering qualifizierte Arbeitslose“
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Ursula Schwill: Durchlässigkeit im Kontext der Hochschule – ein Praxisbericht
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Werner Bader: Akademisierung der Arbeitswelt
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Rainer Ludwig: Die strategische Bedeutung der betrieblichen Qualifizierung für die Wettbewerbsfähigkeit eines internationalen Automobilunternehmens
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Bernd Weisschuh: Internationalisierung der beruflichen Bildung
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21. Juli 2016

Bildung Gebildete BundesbürgerArrow

Immer mehr Bundesbürger haben einen Fachschul- oder Hochschulabschluss, parallel dazu sinkt der Anteil der Geringqualifizierten. Dass sich Bildung lohnt, zeigen die Arbeitslosenquoten der jeweiligen Qualifikationsgruppen. mehr auf iwd.de

Fachkräfteengpässe in Unternehmen
Gutachten, 6. Juni 2016

Sebastian Bußmann / Susanne Seyda Fachkräfteengpässe in UnternehmenArrow

Im Gutachten für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie legen die IW-Ökonomen dar, wie Unternehmen durch Fortbildungen ihrer Mitarbeiter und das Nutzen von Digitalisierungspotentialen Fachkräfteengpässe entschärfen können. mehr

12. Mai 2016

Berufliche Fortbildung Meister statt MedizinerArrow

Studium oder Ausbildung? Das ist die Gretchenfrage für viele Schulabsolventen. Dabei vergessen sie häufig, dass auch mit einer Lehre vieles möglich ist – beispielsweise eine Fortbildung zum Meister oder Fachwirt. Mit diesen Qualifikationen eröffnen sich meist vielversprechende Karriere- und Einkommensperspektiven. mehr auf iwd.de