Der 11. Finanzmarkt Round-Table des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, der DekaBank und der Börsen-Zeitung beschäftigte sich mit einem Thema, das gleichermaßen für den Finanzmarkt und die Volkswirtschaft als Ganzes von weitreichender Bedeutung ist: Finanzrepression.

Von Finanzrepression wird gesprochen, wenn sich Staaten günstige Finanzierungsbedingungen erzwingen. Auf freien Kapitalmärkten lenken Zinsen das Kapital in die produktivste Verwendungsmöglichkeit. Durch Regulierungen, bei denen Finanzinstitute bevorzugt Staatsanleihen halten müssen, kann der Staat das Kapital aber zu sich locken. Durch eine leicht höhere Inflation werden Niedrigzinsen zu negativen Realzinsen. Dann wird Kapital vom Sparer zum Schuldner umverteilt und Staatsschuldenberge schmelzen unauffällig.

Programm
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Präsentationen

Finanzielle Repression – Banken in Not?
Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt DekaBank
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Welche Länder betreiben finanzielle Repression?
Dr. Markus Demary, Institut der deutschen Wirtschaft Köln
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Finanzmarkt Round-Table

Zu den Dokumentationen der anderen Veranstaltungen

Ansprechpartner

Bankenregulierung
IW-Nachricht, 21. Dezember 2016

Bankenregulierung Nicht alle über einen Kamm scherenArrow

Die wissenschaftlichen Berater von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel fordern laut Medienberichten, die Banken stärker zu regulieren. Doch das würde nicht nur die deutschen Geldinstitute unnötig belasten – auch die Verbraucher wären die Leidtragenden. mehr

IW-Report
IW-Report, 19. Dezember 2016

Tobias Hentze Versorgungsfonds des Landes Schleswig-HolsteinArrow

Die Errichtung des „Versorgungsfonds des Landes Schleswig-Holstein“ zum 1. Januar 2018 und die Konzentration auf eine einzige unterstützende Finanzierungsquelle für die Versorgungslasten ist ein sinnvoller Schritt. Stellungnahme zur schriftlichen Anhörung des Finanzausschusses des Schleswig-Holsteinischen Landtags zum Gesetzentwurf der Landesregierung zur Errichtung eines Versorgungsfonds. mehr

Italiens Banken nach Referendum
IW-Nachricht, 5. Dezember 2016

Italien Unsicherheit kann Banken destabilisierenArrow

Die Banca Monte die Pasci di Siena, die drittgrößte Bank Italiens, muss bis zum Ende dieses Jahres einen Großteil ihrer Problemkredite ab- und Eigenkapital aufbauen. Der Ausgang des Referendums macht die Erfüllung dieser EZB-Auflage schwieriger. Andere italienische Banken stehen vor ähnlichen Problemen. mehr