Internationale Wirtschaftsordnung und Konjunktur Image
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Nach der Euro-Schuldenkrise geht es in Europa darum, wirtschaftspolitisch die Weichen richtig zu stellen, ohne dauerhafte Fehlanreize zu setzen. Eine der zentralen Fragen lautet: Ist eine tiefere Integration wirklich unverzichtbar, um den Euroraum zu stabilisieren? Die IW-Forscher evaluieren regelmäßig die wirtschaftspolitischen Fortschritte der Euroländer und erarbeiten Reformvorschläge.

Außerdem analysieren die Forscher die Konjunktur und behandeln weitere makroökonomische Fragen. Angesichts der Debatte um eine vermeintliche säkulare Stagnation, also einer Phase mit geringem Wirtschaftswachstum, niedrigen Zinsen und wenig Inflation, geht es beispielsweise um die Wachstums- und Investitionsperspektiven für Deutschland, Europa und der Welt. Eng damit verbunden ist die Frage nach der Zukunftsfähigkeit des deutschen Geschäftsmodells mit seiner Exportorientierung.

Die Wissenschaftler mischen sich in wirtschaftspolitische Debatten ein, sei es die Diskussion über den deutschen Leistungsbilanzüberschuss, über die hiesige Standortqualität oder die geplante Handels- und Investitionspartnerschaft mit den USA (TTIP).

Arbeitsbereiche

  • In- und Auslandskonjunktur: Konjunktur, Wachstum und Strukturwandel stehen im Fokus dieses Arbeitsbereichs. Die IW-Forschungsgruppe Konjunktur, deren Leitung im Kompetenzfeld "Internationale Wirtschaftsordnung und Konjunktur" angesiedelt ist, analysiert und prognostiziert das wirtschaftliche Auf und Ab in Deutschland. Als Grundlage dienen unter anderem halbjährliche Unternehmensbefragungen und die jährliche Verbandsumfrage. Schwerpunkte des Arbeitsbereichs sind darüber hinaus die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, die Analyse der internationalen Konjunktur sowie einzelner Industrie- und Schwellenländer.
  • Europäische Integration: Im Fokus dieses Arbeitsbereichs stehen die Europäische Währungsunion und die Euro-Schuldenkrise. Die Wissenschaftler befassen sich mit der Frage, wie sich die Europäische Union in Zukunft organisieren soll. Dabei geht es etwa um die Finanzierung der EU, den EU-Binnenmarkt und die Kohäsionspolitik. Dazu erarbeiten die Forscher ordnungsökonomisch sinnvolle und politisch umsetzbare Lösungsansätze und bringen diese in die politische Debatte ein.
  • Internationale Wirtschaftspolitik: Dieser Arbeitsbereich untersucht die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland sowie die Chancen und Risiken der Globalisierung. Die Wissenschaftler analysieren den Welthandel und insbesondere die ökonomische Verflechtung Deutschlands. Darüber hinaus geht es um die internationale Handelspolitik, bei der die Welthandelsorganisation (WTO) und bilaterale Handelsabkommen (zum Beispiel TTIP) eine wichtige Rolle spielen. Weitere Themen sind das internationale Finanzsystem, der Internationale Währungsfonds, die G20 und Fragen der internationalen Währungsordnung.

Kooperationspartner

  • Association of European Conjuncture Institutes (AIECE)

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