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Berufliche Teilhabe und Inklusion Foto: Francesco83/Fotolia

Die demografische Entwicklung und der spätere Renteneintritt führen zu einem höheren Durchschnittsalter der Beschäftigten in Deutschland. Gleichzeitig steigt das Risiko einer gesundheitlichen Einschränkung mit zunehmendem Alter. 7,5 Millionen Menschen sind in Deutschland als schwerbehindert anerkannt – davon 3,3 Millionen im erwerbsfähigen Alter. Wollen Betriebe ihre bewährten Fachkräfte weiter beschäftigten oder neue einstellen, sind Lösungen gefragt, die Barrieren abbauen und Einschränkungen ausgleichen. Denn schwerbehinderte Menschen können den Fachkräftemangel mildern – zumal viele der arbeitslos gemeldeten Schwerbehinderten sehr gut qualifiziert sind.

Wie lässt sich Arbeit so gestalten, dass die Potenziale von Mitarbeitern mit Einschränkungen erhalten und optimal genutzt werden können? Welche Hilfsmittel und Unterstützungsangebote gibt es zur Prävention und zum Ausgleich von Behinderungen? Wie sind die Prozesse und rechtlichen Rahmenbedingungen?

Im Kompetenzfeld „Berufliche Teilhabe und Inklusion“ werden Informationen und Materialien zu diesen Fragestellungen für die betriebliche Praxis erarbeitet und in Internetportalen allgemein zugänglich gemacht. Die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Website rehadat.de enthält mehr als 100.000 Einzelinformationen.

Arbeitsbereiche

  • Hilfsmittel: Das REHADAT-Hilfsmittelportal rehadat-hilfsmittel.de informiert über Hilfsmittel und technische Arbeitshilfen, die Menschen mit Einschränkungen eine Teilhabe am beruflichen und sozialen Leben ermöglichen.
  • Arbeitsleben und Behinderung: Die Website REHADAT-talentplus enthält alles, was Arbeitgeber und Arbeitnehmer zum Thema Behinderung und Arbeitsleben wissen müssen.
  • Gute Praxis: rehadat-gutepraxis.de zeigt anhand von zahlreichen Beispielen, wie Menschen mit Behinderung erfolgreich arbeiten können. Außerdem findet man hier Aktionspläne, Interviews und Auszeichnungen von Arbeitgebern und eine Sammlung von Integrationsvereinbarungen.
  • Berufliche Bildung: Das REHADAT-Bildungsportal rehadat-bildung.de stellt Ausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten für behinderte Menschen vor und hilft bei der Suche nach Bildungsanbietern, die behinderte Menschen besonders unterstützen.
  • Urteile und Gesetze: rehadat-recht.de führt aktuelle Rechtsprechung aus dem Arbeits- und Sozialrecht zum Thema Behinderung und Beruf auf sowie die wichtigsten Gesetze und Verordnungen.
  • Angebote und Adresse: Das Portal rehadat-adressen.de bietet deutschlandweit die umfangreichste Sammlung von Adressen rund um berufliche Integration und Rehabilitation.
  • Werkstätten: REHADAT-Werkstätten bietet einen Überblick über die Produkte und Auftragsarbeiten der Werkstätten für behinderte Menschen.
  • Seminaranbieter: REHADAT-Seminaranbieter listet Veranstalter von Seminaren zur beruflichen Teilhabe und Rehabilitation behinderter Menschen auf.
  • Literatur: Im Portal rehadat-literatur.de findet man eine detaillierte und umfangreiche Übersicht über Literatur zur beruflichen Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderung.
  • Forschung: Das REHADAT-Forschungsportal rehadat-forschung.de bietet Informationen zu Forschungs- und Modellprojekten rund um das Thema berufliche Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderungen.
  • Statistik: Das REHADAT-Statistikportal rehadat-statistik.de informiert über Statistiken und Studien zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung.
  • Ausgleichsabgabe: Unternehmen ab 20 Beschäftigten müssen einen Teil ihrer Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Mitarbeitern besetzen, sonst verlangt der Staat eine Ausgleichsabgabe. Die Software REHADAT-Elan hilft Arbeitgebern dabei, diese Abgabe zu berechnen und die amtliche Meldung abzugeben.
  • ICF: Der REHADAT-ICF-Lotse führt den Nutzer entlang der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) zu Inhalten aus dem REHADAT-Informationssystem. Die ICF ist eine Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation.
  • Internationale Projekte: Die Europäische Union fördert die Entwicklung und den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien mit dem Ziel, die Lebenssituation älterer und behinderter Menschen zu verbessern. REHADAT ist Mitglied des europäischen Hilfsmittelnetzwerks EASTIN.

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