Arbeitsmarkt und Arbeitswelt Image
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Die Wissenschaftler richten den Blick sowohl auf die einzelnen Unternehmen als auch auf die gesamte Wirtschaft und untersuchen qualitative und quantitative Aspekte der Beschäftigung. Sie analysieren und bewerten, wie die einzelnen Akteure auf dem Arbeitsmarkt – Unternehmer, Erwerbstätige, Betriebspartner, Tarifparteien und Gesetzgeber – auf Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds reagieren. Die Arbeit des Kompetenzfelds umfasst sowohl wirtschaftspolitische und empirische Aspekte als auch das Umsetzen konkreter Konzepte in der Praxis.

Arbeitsbereiche

  • Beschäftigung und Arbeitslosigkeit: Die Entwicklung in Deutschland in den vergangenen Jahren zeigt: Ein hoher Beschäftigungsstand und eine geringe Arbeitslosigkeit sind Ziele, die sich mit den richtigen Weichenstellungen erreichen lassen. Trotz der Arbeitsmarkterfolge suchen allerdings noch immer Millionen Menschen eine Stelle – und dass, obwohl im Zuge des demografischen Wandels Fachkräfte knapp werden. Die IW-Arbeitsmarktforscher zeigen in wirtschaftspolitischen und empirischen Analysen, wie sich die Funktionsfähigkeit des Arbeitsmarktes verbessern lässt und wie sich institutionelle Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt auf die Chancen von Beschäftigten und Arbeitslosen auswirken. Auch in Zukunft bleibt das Ziel, die Erwerbsbeteiligung zu steigern, die berufliche Mobilität zu fördern, den Menschen den Einstieg und den Aufstieg zu erleichtern und die Fachkräftebasis der Wirtschaft zu sichern.
  • Arbeitsbedingungen: Die Megatrends Technischer Fortschritt und Digitalisierung, Internationalisierung und Strukturwandel verändern die Arbeitswelt. Die IW-Wissenschaftler geben in empirischen Analysen Antworten auf die Fragen, wie Arbeitsprozesse heute und in Zukunft organisiert werden sollten und welche Anforderungen die Beschäftigten erfüllen müssen. Die Forscher zeigen darüber hinaus, wie die Beschäftigten selbst die Arbeitswelt erleben und welche Faktoren für sie ausschlaggebend sind, um ihre Tätigkeit als gute Arbeit zu empfinden.
  • Personalpolitik: Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld und Störungen der betrieblichen Prozesse erfordern flexible und schnelle personalpolitische Lösungen. Alternde und heterogene Belegschaften stellen zugleich differenzierte und häufig wechselnde Ansprüche an die Personalpolitik. Unternehmen, denen es gelingt, die Herausforderungen zu bewältigen und die unterschiedlichen Anforderungen auszubalancieren, sind gut für die Zukunft gerüstet. In empirischen Analysen zeigen die Personalökonomen des IW, wie Unternehmen Mitarbeiter gewinnen, motivieren und deren Fähigkeiten weiterentwickeln können – und zwar in allen Phasen der Erwerbsbiografie. Die Wissenschaftler begleiten zudem Projekte in der betrieblichen Praxis.

Kooperationspartner

  • Entreprise Personnel (Frankreich)
  • Institute for Employment Studies (Vereinigtes Königreich)
  • University of Milan Biccoca (Italien)
  • Université de Genèva (Schweiz)

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