Die Digitalisierung der Arbeitswelt weckt Hoffnungen wie Befürchtungen gleichermaßen: Auf gesamtwirtschaftlicher Ebene werden Auswirkungen auf zentrale makroökonomische Größen wie Technologie, Produktivität und Einkommen erwartet, die bisher weder hinsichtlich des Vorzeichens noch der Effektstärke ausreichend klar bestimmbar sind.

In Bezug auf den Arbeitsmarkt sind besonders die Beschäftigungseffekte mit Blick auf eine mögliche Polarisierung der Arbeitsmarktentwicklung nach Beschäftigungsformen sowie den sektoralen und qualifikatorischen Verdienststrukturen umstritten. In einer Wiederaufnahme früherer Segmentationstheorien ist etwa zu fragen, ob sich im Zuge einer digitalen Arbeitswelt ein neues Normalarbeitsverhältnis herauszubilden beginnt.

Schließlich ist noch völlig unklar, welche direkten und indirekten Qualifikationseffekte und Qualifizierungsbedarfe mit einer stark digitalisierten Ökonomie einhergehen. Dies betrifft auch das Verhältnis von beruflicher Erstqualifizierung und einer betrieblichen Weiterbildung und dessen veränderte Anforderungen an Betriebe wie Beschäftigte.

Dass angesichts einer Vielzahl von – theoretisch wie empirisch – noch offenen Ableitungen auch bereits eine politische Diskussion über die Frage entbrannt ist, ob neue technische Entwicklungen für den Arbeitsmarkt auch anderer Regulierungen bei Arbeitszeiten, Arbeitsformen und anderen Ordnungsparametern bedürfen, verwundert daher nur wenig.

Wissenschaftler vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) und vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) haben gemeinsam mit weiteren Experten diese Fragen besprochen.

Programm

Institutskolloquium: Digitalisierung der Arbeitswelt

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Präsentationen

Werner Eichhorst, Institute for the Study of Labor: Arbeitsmarkteffekte –Polarisierung bei Beschäftigung, Einkommen und Arbeitsformen?

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Oliver Stettes, Institut der deutschen Wirtschaft Köln: Beschäftigungseffekte der Digitalisierung

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Andrea Hammermann, Institut der deutschen Wirtschaft Köln: Qualifikationseffekte – Anforderungen an Betriebe und Beschäftigte, Korreferat

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Ansprechpartner

Wer Weg in die Gigabit-Gesellschaft
Gutachten, 13. Februar 2017

Sebastian van Baal / Bernd Beckert / Roman Bertenrath / Manuel Fritsch / Christian Helmenstein / Anna Kleissner / Karl Lichtblau / Agnes Millack / Thomas Schleiermacher / Manfred Stadlbauer / Klaus Weyerstraß / Ralf Wiegand Der Weg in die Gigabit-GesellschaftArrow

Startpunkt der in dieser Studie unternommenen Reise zur Gigabit-Gesellschaft ist eine Standortbestimmung. Sie beginnt mit Fragen: Wo stehen wir gegenwärtig in der Digitalisierung, was ist der Status quo? Hinzu gesellen sich schnell weitere Fragen: Was ist überhaupt Digitalisierung? Wie groß ist das hierbei zu verarbeitende Datenvolumen und woher kommt dieser Datenhunger überhaupt? Was muss getan werden, um ihn zu stillen? mehr

10. Februar 2017

Cyberkriminalität So verhindert man den DatenklauArrow

Datenklau und Social Engineering sind für die Unternehmen ein großes Geschäftsrisiko – noch vor Betriebsunterbrechungen. Dabei gibt es einfache Tricks, wie sich Mitarbeiter sicherer im Internet bewegen und damit auch ihr Unternehmen schützen können. mehr auf iwd.de

IW-Report
IW-Report, 6. Februar 2017

Adriana Neligan / Edgar Schmitz Digitale Strategien für mehr Materialeffizienz in der IndustrieArrow

Um den Herstellungsprozess zu optimieren oder Material einzusparen, dominieren im Verarbeitenden Gewerbe eher klassische Maßnahmen. Doch um das Material noch effizienter einsetzen zu können, sollte die Digitalisierung weiter vorangetrieben werden. mehr