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Beispiel Blutspende: Das Menschenbild vom Homo Oeconomicus stimmt nicht immer. Foto: xy/Fotolia

Verhaltensökonomen haben in Experimenten gezeigt, dass das Menschenbild vom Homo Oeconomicus nicht immer der Wirklichkeit entspricht. Vielmehr lassen sich systematische Abweichungen von diesem Bild des rationalen Nutzenmaximierers erkennen: Beispielsweise belohnen Menschen faires Verhalten und bestrafen unfaires Verhalten, obwohl sie dafür Kosten zu tragen haben. Die Verhaltensökonomik erforscht irrationales Verhalten und untersucht soziale Normen, also von weiten Teilen der Gesellschaft akzeptierte Verhaltensweisen. Dafür verbindet sie traditionelle wirtschaftswissenschaftliche Vorgehensweisen mit Methoden der Psychologie.

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Fallstricke bei Bewertung, Bonifikation und Beförderung
IW-Kurzbericht, 7. Oktober 2016

Mara Grunewald / Franziska Then Fallstricke bei Mitarbeiterbewertung, Bonifikation und BeförderungArrow

Verhaltensökonomische Untersuchungen zu den Vor- und Nachteilen von Mitarbeiterbewertungsmechanismen zeigen, dass Favorisierung und Fairnessbedenken des Vorgesetzten die Bewertung von Mitarbeitern verzerren. Doch auch durch stärkere Differenzierung können Nachteile entstehen, wenn der Unternehmenserfolg stark von der Zusammenarbeit im Team abhängt. mehr