Freihandelsabkommen Image
Frachtschiff im Hafen von Rotterdam, dem größten Seehafen Europas. Foto: Serbek/iStock

NAFTA, EFTA und Mercosur: Wenn zwei oder mehr Länder ihren Warenhandel liberalisieren wollen, tun sie dies meist, indem sie Zölle, Importquoten und Exportbeschränkungen senken oder abschaffen. Außerdem lässt sich der Handel forcieren, indem die beteiligten Länder in bestimmten Bereichen die Produktstandards des Handelspartners anerkennen, so wie es beispielsweise im Rahmen des geplanten europäisch-amerikanischen Abkommen TTIP geplant ist. Die Verhandlungen führen in der Regel Vertreter der beteiligten Regierungen (im Fall der EU Vertreter der Kommission), und die Parlamente ratifizieren nach Abschluss der Verhandlungen das gesamte Vertragswerk.

Freihandelsabkommen sind ein erster Schritt zu mehr wirtschaftlicher Integration. Dadurch können die beteiligten Länder sich auf bestimmte Produktpaletten spezialisieren, und die Verbraucher bekommen in der Regel eine größere Warenvielfalt zu niedrigeren Preisen. Freihandelsabkommen können jedoch nicht beteiligten Ländern schaden, wenn deren Exportprodukte vom Markt verdrängt werden. Daher sind multilaterale Vereinbarungen vorzuziehen, bei denen Handelsbarrieren von einer großen Anzahl Länder, etwa im Rahmen der WTO, gesenkt oder abgeschafft werden.

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Die Europäische Union steht 2017 vor großen Herausforderungen und Unsicherheiten: Donald Trump, der Brexit und wirtschaftliche Probleme in der Eurozone drohen, den Freihandel einzuschnüren und die Wirtschaft langfristig auszubremsen. Doch die EU kann reagieren: Sie muss die eigenen Hausaufgaben machen. mehr

Presseveranstaltung, 23. Januar 2017

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Das IW hat analysiert, was die EU tun kann, um die Herausforderungen zu meistern und die Wirtschaft langfristig zu stärken. Unter anderem kommt dabei der EZB eine zentrale Rolle zu. Die Ergebnisse und die Entwicklungen erläutert IW-Direktor Michael Hüther in einem Pressegespräch. mehr

Interview, 22. November 2016

Galina Kolev auf tagesschau.de "TPP-Ausstieg ist nicht sinnvoll"Arrow

"America First" sei eine nachvollziehbare Strategie des neuen US-Präsidenten Trump, sagt die Konjunkturforscherin Kolev. Eine Abschottung sei aber nicht im Interesse der US-Industrie - ebenso wenig wie der Ausstieg aus dem TPP-Abkommen. mehr