Freihandelsabkommen Image
Frachtschiff im Hafen von Rotterdam, dem größten Seehafen Europas. Foto: Serbek/iStock

NAFTA, EFTA und Mercosur: Wenn zwei oder mehr Länder ihren Warenhandel liberalisieren wollen, tun sie dies meist, indem sie Zölle, Importquoten und Exportbeschränkungen senken oder abschaffen. Außerdem lässt sich der Handel forcieren, indem die beteiligten Länder in bestimmten Bereichen die Produktstandards des Handelspartners anerkennen, so wie es beispielsweise im Rahmen des geplanten europäisch-amerikanischen Abkommen TTIP geplant ist. Die Verhandlungen führen in der Regel Vertreter der beteiligten Regierungen (im Fall der EU Vertreter der Kommission), und die Parlamente ratifizieren nach Abschluss der Verhandlungen das gesamte Vertragswerk.

Freihandelsabkommen sind ein erster Schritt zu mehr wirtschaftlicher Integration. Dadurch können die beteiligten Länder sich auf bestimmte Produktpaletten spezialisieren, und die Verbraucher bekommen in der Regel eine größere Warenvielfalt zu niedrigeren Preisen. Freihandelsabkommen können jedoch nicht beteiligten Ländern schaden, wenn deren Exportprodukte vom Markt verdrängt werden. Daher sind multilaterale Vereinbarungen vorzuziehen, bei denen Handelsbarrieren von einer großen Anzahl Länder, etwa im Rahmen der WTO, gesenkt oder abgeschafft werden.

Ansprechpartner

IW-Kurzbericht, 15. September 2016

Galina Kolev Neuer Ansatz für TTIPArrow

Die Zukunft des geplanten Freihandelsabkommens TTIP steht auf der Kippe. Der in vielen Punkten fehlende Konsens zwischen den Verhandlungspartnern ist wenig überraschend, zögern die USA doch üblicherweise bis zuletzt mit wesentlichen Zugeständnissen. Doch das größte Risiko für TTIP stellt der Widerstand der Bevölkerung dar. Um das Abkommen noch zu retten, benötigen die Verhandlungsparteien einen Neuansatz. mehr

Freihandelsabkommen
IW-Nachricht, 15. September 2016

Freihandelsabkommen Neuer Ansatz für TTIPArrow

Das geplante Freihandelsabkommen TTIP steht weiter auf der Kippe. Das größte Risiko für das Abkommen ist der wachsende Widerstand in der Bevölkerung – vor allem in Deutschland und Österreich. Um TTIP noch zu retten, benötigen die Verhandlungsparteien einen neuen Ansatz. mehr

Freihandelsabkommen CETA
IW-Nachricht, 6. September 2016

Freihandelsabkommen CETA Kommunale Spitzenverbände geben EntwarnungArrow

Kritiker von TTIP und CETA, aber auch zahlreiche Bürgermeister warnen davor, dass die Freihandelsabkommen die Regulierungshoheit der Kommunen bedrohen. Doch das stimmt nicht – wie nun auch die kommunalen Spitzenverbände erklärt haben. mehr