Banken und andere professionelle Anleger sammeln Informationen über die verschiedenen Anlagemöglichkeiten und investieren die ihnen anvertrauten Ersparnisse in die attraktivsten Projekte. In der Praxis geht der Plan nicht immer auf, weil die Zukunft kaum vorhersehbar ist und Geld in erfolglosen Vorhaben versenkt wird. Außerdem neigen Finanzmärkte zu Übertreibungen, weil sich viele Akteure an das Verhalten der anderen anpassen, und damit eine vorhandene Entwicklung weiter verstärken. Trotz aller Ausschweifungen und Irrationalitäten erfüllt der Finanzsektor aber eine wichtige gesellschaftliche Funktion. Müssten die Menschen erst jahrelang sparen, um das nötige Geld für eine Investition aus eigener Kraft aufbringen zu können, wäre der Kapitalstock und damit auch die Arbeitsproduktivität viel kleiner.

Eine immer wichtigere Rolle an den Finanzmärkten spielen die Zentralbanken. Die Notenbanker legen die Leitzinsen fest, zu denen sich die privaten Kreditinstitute Geld leihen können. Zudem ist beispielsweise die Europäische Zentralbank (EZB) zuletzt vermehrt selbst als Akteur aufgetreten und hat im großen Stil Staatsanleihen gekauft. Seit einiger Zeit hat die EZB auch die Aufgabe, die Banken zu beaufsichtigen und die Finanzmarktstabilität zu wahren.

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Die Finanzmärkte sollen das Geld in die produktivste Verwendung lenken. Entsteht an einem Ort ein Finanzierungsengpass, steigen dort in der Regel die Zinsen und locken Kapital an. mehr

Geldpolitik

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Geldwertstabilität ist der Garant für eine nachhaltige und stabile Wirtschaftsentwicklung. Phasen der übermäßigen Geldentwertung untergraben das Vertrauen in die Kaufkraft und verursachen eine Umverteilung zwischen Schuldnern und Gläubigern. mehr