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Steuerpolitik Quelle: Joachim Lechner - Fotolia

Insgesamt zieht das Finanzamt von Bürgern und Unternehmen rund 20 Prozent der Wirtschaftsleistung oder mehr als 550 Milliarden Euro an Steuern ein. Bezieht man die Beiträge für die Sozialversicherungen mit ein, beläuft sich die Abgabenlast sogar auf fast 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Das vorrangige Ziel von Steuern ist es, Einnahmen für öffentliche Güter und andere Staatsaufgaben zu generieren. Darüber hinaus sollen Steuern auch das Verhalten der Bürger lenken. Die Ökosteuer soll Energie sparen, und Abzugsmöglichkeiten der Lohnsteuer das Handwerk fördern. Nicht zuletzt dienen Steuern auch Umverteilungszwecken. Die Einkommenssteuer belastet aufgrund ihrer progressiven Ausgestaltung Personen mit hohem Verdienst nicht nur absolut, sondern auch prozentual stärker als Einkommensschwache. Weil der Staat immer mehr Einnahmen braucht, gelten die hohen Steuertarife jedoch mittlerweile auch schon für mittlere Einkommen. Soll sich Leistung wieder stärker lohnen, muss dem Bürger daher mehr von seinem Lohn bleiben. Niedrigere Sätze sind auch für den Staat von Vorteil: Nimmt die Wirtschaftskraft zu, steigen auch die Steuereinnahmen.

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23. September 2016

Kommentar Erbschaftssteuer: Eine (fast) unendliche GeschichteArrow

Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hat sich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag geeinigt, bis Mitte Oktober sollen Bundestag und Bundesrat dem gefundenen Kompromiss zur Erbschaftssteuerreform zustimmen. Kommt es dazu, hätte die Politik die allerletzte Chance genutzt, die vom Bundesverfassungsgericht geforderten Änderungen umzusetzen. Das wäre jedoch absolut kein Grund, stolz zu sein, sagt Tobias Hentze, Referent für Öffentliche Finanzen im IW Köln. mehr auf iwd.de

Grundsteuer
IW-Pressemitteilung, 22. September 2016

Grundsteuer Die Gebäude wegstreichenArrow

Die Länderfinanzminister wollen die Grundsteuer überarbeiten und Millionen Grundstücke neu bewerten lassen. Doch ihr Reform-Vorschlag ist zu kompliziert, zu aufwendig und könnte Neubauten verhindern, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Die ideale Lösung wäre ganz einfach: Die Grundsteuer als reine Bodensteuer. mehr

Erbschaftsteuerreform
IW-Nachricht, 22. September 2016

Erbschaftsteuerreform Eine komplizierte EinigungArrow

Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hat sich in der Nacht auf einen Kompromiss zur Erbschaftsteuerreform geeinigt. Für die Politik ist das Ergebnis kein Ruhmesblatt, da sie die vom Bundesverfassungsgericht gesetzte Frist nicht erfüllt hat. Für die Unternehmen bedeutet die Einigung zumindest Rechtssicherheit, sofern Bundestag und Bundesrat morgen zustimmen. Und die Korrektur der bestehenden Überbewertung ist aus ökonomischer Sicht ein Schritt nach vorne. mehr