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Im Vergleich mit den anderen europäischen Ländern haben die Deutschen recht wenig Vermögen. Foto: mbbirdy/iStock

Das Vermögen der Deutschen beträgt laut Europäischer Zentralbank rund 8 Billionen Euro – etwa das Dreifache der jährlichen Wirtschaftsleistung. Es besteht aus Immobilien, Aktien, Autos, Kunstwerke und natürlich Geld, das auf Konten und unter Kopfkissen schlummert. Jeder Bundesbürger verfügt abzüglich der Schulden über ein Vermögen von 95.700 Euro – im Durchschnitt jedenfalls. Zu einem etwas anderen Ergebnis kommt man, wenn man alle Bürger nach dem Wert ihres Besitzes aufreiht und den sogenannten Median feststellt – das ist Wert, der die Bürger in zwei Hälften teilt, die eine hat mehr, die andere weniger Vermögen. In Deutschland verfügt dieser mittlere Bürger über 25.200 Euro – das ist nur gut ein Viertel des Durchschnitts.

Verglichen mit den anderen Euro-Staaten ist der Unterschied zwischen Median und Durchschnitt in Deutschland auffällig groß – ein Hinweis darauf, dass die Vermögen hierzulande ziemlich ungleich verteilt sind. Frankreich, Italien und Spanien haben eine ausgeglichenere Verteilung. Zudem ist etwa das Vermögen des mittleren Franzosen gut doppelt so hoch wie das des mittleren Deutschen. Der Hauptgrund für das schlechte Abschneiden der Deutschen ist der geringe Immobilienbesitz. Mehr als die Hälfte des Vermögens in der Eurozone besteht aus Immobilien – und gerade hier haben die Deutschen wenig zu bieten.

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