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Einkommensverteilung Quelle: Poles Fotolia

Im Gegensatz zu den Markteinkommen ist der Unterschied zwischen den Nettoeinkommen deshalb zuletzt nahezu konstant geblieben. Denn einerseits zahlt der Staat Sozialleistungen wie Kindergeld, Renten, Arbeitslosengeld und Sozialhilfe. Und andererseits zwackt er Steuern und Sozialabgaben ab – je höher das Einkommen, desto mehr kassiert der Fiskus. Das oberste Zehntel der Einkommensbezieher schultert dabei mehr als die Hälfte der Einkommenssteuerlast. Das untere Fünftel zahlt so gut wie gar keine Lohnsteuer, bezieht aber einen Großteil der staatlichen Transfers.

Immer mehr Umverteilung hat jedoch einen unerwünschten Nebeneffekt. Die Leistungsbereiten werden sich kaum ins Zeug legen, wenn der Staat sie um den Lohn ihrer Arbeit bringt. Nur wenn harte Arbeit und ein Wissensvorsprung belohnt werden, entsteht ein Anreiz, in die eigene Bildung und die der Kinder zu investieren. Letztlich ist auch den Einkommensschwächeren gedient, wenn die Leistungsbereitschaft erhalten bleibt. In einer wachsenden Volkswirtschaft verbessern sich die Einkommensschwächsten auch dann, wenn ihr relativer Anteil am Erwirtschafteten schrumpft. Würgt man jedoch die Leistungsbereitschaft ab, ist der gesamte Wohlstandszuwachs geringer. Die Einkommensschwachen erhalten dann weniger als zuvor, obwohl ihr relativer Anteil steigt.

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20. Februar 2017

Einkommensverteilung „Es geht uns heute deutlich besser als früher“Arrow

Mit seinem 2016 veröffentlichten Buch „Armut in Deutschland“ hat Georg Cremer, Generalsekretär des Deutschen Caritasverbands, für Furore gesorgt. Der 64-jährige Volkswirt setzt sich für Hilfen ein, die Arme wirklich erreichen. Den Meldungen über die vermeintlich bedrohte Mittelschicht tritt er vehement entgegen. mehr auf iwd.de

16. Februar 2017

Einkommensverteilung Die Vermessung der MitteArrow

Die Mittelschicht erodiert, lautet eine These in der aktuellen Verteilungsdiskussion. Doch so pauschal stimmt das nicht, hat das IW Köln in einer Studie herausgefunden. Allerdings erreichen bestimmte Menschen mit höherer Wahrscheinlichkeit die Mitte als andere. mehr auf iwd.de