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Der demografische Wandel trifft Deutschland härter als die meisten anderen Länder. Foto: mediaphotos/iStock

Steht heute jedem unter 20-Jährigen ein über 65-Jähriger gegenüber, werden wahrscheinlich schon in wenigen Jahrzehnten zwei Senioren auf einen Jugendlichen kommen. Die Einwohnerzahl Deutschlands dürfte bis Mitte des Jahrhunderts um einige Millionen Menschen sinken. Höhere Geburtenzahlen und der vermehrte Zuzug von Ausländern würden die Entwicklung verlangsamen – stoppen lässt sie sich nicht.

In ländlichen Regionen schrumpft und altert die Bevölkerung besonders stark, was vor allem das Bereitstellen einer funktionierenden Infrastruktur erschwert. Auch am Arbeitsmarkt und in den Sozialsystemen sorgt die demografische Entwicklung für Probleme. Die Politik ist daher gefordert, alles zu tun, um die Potenziale zusätzlicher Erwerbsbeteiligung zu nutzen. Eine bessere Kinderbetreuung würde Müttern eine schnelle Rückkehr in den Beruf erleichtern. Verkürzte Schul- und Studienzeiten ließen junge Leute schneller ins Arbeitsleben einsteigen. Zudem führt kein Weg daran vorbei, ältere Beschäftigte länger im Beruf zu halten.

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Bevölkerungsentwicklung
IW-Pressemitteilung, 5. Januar 2017

Bevölkerungsentwicklung In den Großstädten wird es engArrow

Während viele ländliche Gebiete Deutschlands veröden, boomen die Großstädte. Das wird in den kommenden 20 Jahren so bleiben, zeigen Bevölkerungsprognosen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) für Berlin, Frankfurt und München. Allein Berlin wird 500.000 neue Bewohner gewinnen. mehr

3. Januar 2017

Urbanisierung Deutsche Städte lockenArrow

Alle wollen in die Städte – davon können Wohnungssuchende in München, Berlin und Frankfurt schon heute ein Lied singen. Was auf die drei deutschen Metropolen zukommen wird, hat das IW Köln in einer Bevölkerungsprognose untersucht. mehr auf iwd.de

30. Dezember 2016

Kinderbetreuung Bund muss Kita-Lücken schließenArrow

Seit August 2013 haben Eltern Anspruch auf einen Betreuungsplatz, sobald ihr Kind ein Jahr alt ist. Dennoch fehlen noch immer rund 228.000 Plätze für unter Dreijährige. Weil der Bedarf weiter steigen dürfte, sind die Gesetzespläne des Bundes ein notwendiger Schritt in die richtige Richtung. mehr auf iwd.de