Berufliche Teilhabe Image
Der Gesetzgeber nimmt die Unternehmen in die Pflicht. Foto: Francesco83/Fotolia

Um trotz aller Schwierigkeiten möglichst vielen Betroffenen eine Teilhabe am Berufsleben zu ermöglichen, nimmt der Gesetzgeber die Unternehmen in die Pflicht. Firmen mit 20 und mehr Beschäftigten müssen 5 Prozent der Arbeitsplätze mit behinderten Menschen besetzen. Erfüllt ein Unternehmen diese Quote nicht, wird für jeden unbesetzten Pflichtplatz eine Ausgleichsabgabe fällig. Insgesamt kommt auf diesem Weg jährlich etwa eine halbe Milliarde Euro zusammen. Das Geld dient wiederum der beruflichen Integration Behinderter.

Manche Unternehmen scheuen eine Einstellung behinderter Menschen, weil sie deren Leistungsfähigkeit nicht einschätzen können. Auch der besondere Kündigungsschutz und der Anspruch auf Zusatzurlaub erweist sich oft als Hürde. Das größte Problem stellt allerdings noch immer der Mangel an Informationen dar. Diesen hilft das vom Bundesarbeitsministerium geförderte REHADAT zu beheben. Das Projekt bündelt Informationen für die Praxis der beruflichen Integration und klärt über Möglichkeiten und Chancen der beruflichen Teilhabe behinderter Menschen auf. Die Angaben zu technischen Hilfsmitteln sind auch in das europäische Netzwerk EASTIN eingebunden.

Ansprechpartner

Personalkompass Inklusion
Gutachten, 20. Januar 2016

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Ein Leitfaden zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderung mehr

Beschäftigung Schwerbehinderter
IW-Nachricht, 27. August 2015

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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will die Strafzahlungen für Unternehmen verdoppeln, wenn sie nicht genügend Schwerbehinderte beschäftigen. Doch das ist kaum nötig – bereits jetzt wird die Pflichtquote von 5 Prozent fast erreicht. Statt auf Strafen sollte die Politik lieber auf Aufklärung der Unternehmen setzen. mehr