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Atypische Beschäftigung contrastwerkstatt - Fotolia

Die Zahl der atypisch Beschäftigten hat in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen – vor allem, weil viele Frauen eine Teilzeitstelle antraten. Dementsprechend ist der Anteil der regulären Stellen an allen Arbeitsplätzen auf rund die Hälfte gesunken. Die absolute Zahl der Vollzeitjobs ist aber nahezu konstant geblieben. Die atypischen Beschäftigungsverhältnisse sind also zusätzlich entstanden und haben die regulären Arbeitsplätze nicht verdrängt. Ganz überwiegend speist sich die atypische Beschäftigung aus der Arbeitslosigkeit und der stillen Reserve. Millionen Menschen fanden auf diese Weise den Einstieg in Arbeit.

Zu Unrecht gilt auch die Zeitarbeit als atypische Erwerbsform. Zeitarbeitnehmer sind vollwertige Arbeitnehmer, überwiegend sozialversicherungspflichtig, unbefristet vollzeitbeschäftigt, und sie genießen den gleichen Kündigungsschutz wie Arbeitnehmer in anderen Branchen.

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Arbeitszeitwünsche von Frauen und Männern
IW-Kurzbericht, 17. Januar 2017

Holger Schäfer / Jörg Schmidt Arbeitszeitwünsche von Frauen und MännernArrow

Frauen und Männer haben unterschiedliche Präferenzen hinsichtlich des Umfangs ihrer Arbeitszeit. Eine Auswertung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) verdeutlicht, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine zentrale Ursache für divergierende Arbeitszeitwünsche darstellt. Allerdings unterscheiden sich die Wunscharbeitszeiten auch bei Frauen und Männern ohne Betreuungspflichten noch deutlich. mehr

Arbeitsmarktreformen – Unnötige Regulierungen
IW-Nachricht, 11. Januar 2017

Entgeltgleichheitsgesetz und Rückkehrrecht Unnötige RegulierungenArrow

Im Jahr 2016 waren so viele Menschen in Deutschland beschäftigt wie nie zuvor. Dennoch hat die Regierung in dieser Legislaturperiode noch zwei Arbeitsmarktreformen auf der Agenda: das Lohngerechtigkeitsgesetz und den Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit. Beide Gesetze sind weder nötig noch hilfreich. mehr

Gastbeitrag, 29. Dezember 2016

Christoph Schröder in der Fuldaer Zeitung Mindestlohn belastet den ArbeitsmarktArrow

Zwei Jahre nach der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zieht Christoph Schröder, Experte für Tarifpolitik und Arbeitsbeziehungen im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, in einem Gastbeitrag für die Fuldaer Zeitung eine ernüchternde Bilanz. mehr