Migration

Migration Jassin Göllmann  FotoliaEtwa ein Fünftel der deutschen Bevölkerung hat ausländische Wurzeln. Überdurchschnittlich viele Migranten haben eine geringe Bildung und wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Es gilt daher, die politischen und gesellschaftlichen Anstrengungen auf eine bessere Integration zu richten. Wenn Zuwanderer gut ausgebildet sind, haben auch die Einheimischen etwas davon. Ein ausländischer Ingenieur etwa, der eine neue Maschine entwickelt, schafft Arbeit für diejenigen, die diese Maschine bauen, vermarkten, transportieren und warten. Doch die Politik stellt ausländischen Spezialisten häufig Hürden in den Weg, statt ihnen goldene Brücken zu bauen. Mit einem modernen Zuwanderungsrecht, das vor allem die Qualifikation honoriert, könnten mehr kluge Köpfe gewonnen werden. Zudem sollten die Qualifikationen der Zuwanderer leichter anerkannt werden, damit ihre im Heimatland erworbenen Abschlüsse nicht entwertet werden.

 

Auf der Gegenseite sollte alles getan werden, damit hochqualifizierte Menschen nicht aus Deutschland abwandern. Bislang kann jedoch noch keine Rede von einem “Braindrain” sein, also einem “Abfluss von Verstand”. Zwar zieht es viele qualifizierte Deutsche zur Arbeit ins Ausland, doch die große Mehrheit kehrt spätestens nach zwei Jahren in die Heimat zurück.

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