Globalisierung und Europa

Globalisierung und Europa 376172861 PhotocaseDem grenzüberschreitenden Handel mit Waren und Dienstleistungen, dem Austausch von Spar- und Investitionskapital – kurz: der internationalen Arbeitsteilung – verdankt die Weltbevölkerung einen großen Teil ihres Wohlstands. Deutschland ist besonders stark in die globalen Verflechtungen eingebunden. Deutsche Unternehmen konzentrieren sich an ihren angestammten Standorten häufig auf ihre Kernkompetenzen wie Forschung und Entwicklung und wickeln einfache Fertigungsprozesse im Ausland ab. Geringqualifizierte Menschen in den Industrieländern geraten daher durch die Globalisierung unter Druck, profitieren aber auch, weil viele Produkte günstiger angeboten werden können. Gewinner sind die Bevölkerungen in denjenigen Entwicklungs- und Schwellenländern mit offenen Märkten. Der Anteil der Menschen mit weniger als 1 Dollar Kaufkraft pro Tag hat sich seit Anfang der 1980er Jahre etwa halbiert.

 

Die Globalisierung findet auch politisch ihren Niederschlag: Staaten derselben Region schließen sich zu immer engeren Gemeinschaften zusammen und intensivieren den Handel untereinander. In der Europäischen Union etwa sichert der gemeinsame Binnenmarkt den Bürgern einen ansehnlichen Lebensstandard. Auch Deutschland nützt der freie Verkehr von Personen, Waren, Dienstleistungen und Kapital in der EU: Fast zwei Drittel der Exporte gehen in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.

Mehr zum Thema

1 2 3 4 5 ...
 
IW-Nachrichten
1. Februar 2012
Drohende Kreditklemme: Versiegt das Geld?
Laut einer aktuellen Studie der Citigroup Global Markets Inc. scheint sich in Europa die Gefahr für eine Kreditklemme zu vergrößern. Die Studie zeigt, dass die Kreditvergabe im vierten Quartal 2011 um 65 Milliarden Euro zurückgegangen ist.
mehr
iwd
Nr. 3 vom 19. Januar 2012
 Dänemark: Präsidentschaft mit wenig Power
Seit Jahresbeginn hat Dänemark den Ratsvorsitz in der Europäischen Union inne. Obwohl das Land zu den wirtschaftlich stärksten EU-Mitgliedern zählt, dürfte es als Nicht-Euroland auf die aktuelle Krisenpolitik der Euroländer nur wenig Einfluss nehmen können.
mehr
iwd
Nr. 4 vom 26. Januar 2012
 Europäische Union: Nicht immer reicht die Mehrheit
Wenn die Fachminister der EU-Länder Entscheidungen treffen, genügt in der Regel die sogenannte qualifizierte Mehrheit. In besonders sensiblen Politikbereichen halten die Mitgliedsstaaten allerdings am Prinzip der Einstimmigkeit fest.
mehr
Kolumnen
19. Januar 2012
Michael Hüther im ÖkonomenBlog: Staatsgeld als letzter Ausweg
Die Übernachteinlagen der Finanzinstitute bei der EZB haben einen neuen Rekordstand erreicht, schreibt IW-Direktor Michael Hüther im ÖkonomenBlog. Über 500 Milliarden Euro wurden am Dienstag bei der Notenbank geparkt. Das verheißt nichts Gutes. Um eine Implosion des europäischen Bankensystems im Vorfeld zu verhindern gibt es nur einen Weg: Staatsgeld für Banken.
mehr
Interviews
17. Januar 2012
Michael Hüther in der Süddeutschen Zeitung: "Es gibt nur einen Weg: Staatsgeld für Banken"
Angesichts neuer Turbulenzen auf den Finanzmärkten warnt Michael Hüther vor einer Rückkehr der Schockwellen. Aus dem Bankensystem drohten gewaltige Gefahren, sagt der IW-Direktor im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Hüther rät den Regierungen Europas zu drastischen Schritten, nämlich der Teilverstaatlichung der wichtigsten europäischen Großbanken, darunter auch der Deutschen Bank.
mehr
1 2 3 4 5 ...
Interaktive Grafik: Weltweite Handelsströme