Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt Bernd Sterzl pixelioArbeitslosigkeit ist kein zwangläufiges Übel, sondern ein Problem, das sich mit den richtigen Weichenstellungen bekämpfen lässt. Das hat der bemerkenswerte Abbau der Arbeitslosigkeit seit 2006 in Deutschland gezeigt. Trotz dieser Erfolge gibt es auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor Handlungsbedarf. Der demografische Wandel wird den Finanzbedarf der Sozialsysteme und damit die Last auf den Schultern der arbeitenden Bevölkerung weiter erhöhen. Eine höhere Erwerbsbeteiligung könnte die Folgen der demografischen Entwicklung für den Arbeitsmarkt mildern. Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit ist ein vielversprechender Ansatz ebenso wie die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Erleichterung der Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte.

 

Auch Geringqualifizierte stehen nach wie vor zu selten im Arbeitsleben. Die hohen Arbeitskosten in Deutschland verleiten Firmen dazu, Arbeiter durch Maschinen zu ersetzen und die Produktion ins kostengünstigere Ausland zu verlagern. Die Globalisierung hat das Angebot an einfacher Arbeit drastisch vergrößert und die heimischen Löhne unter Druck gesetzt. Oftmals ist der Nettolohn zu gering, um Geringqualifizierte zur Arbeitsaufnahme zu motivieren. Deshalb sollte der Staat geringe Einkommen bezuschussen. Damit wird die Teilhabe von mehr Menschen mit geringer Bildung am Erwerbsleben ermöglicht. 

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28. Dezember 2011
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