„Die Gallier!“ Wenn Cäsars stolzen Legionären beim Anblick der rauflustigen und Zaubertrank-gedopten Bewohner eines kleinen gallischen Dorfes die Knie zittern, schmunzelt wohl fast jeder. Denn die vor 50 Jahren erschaffene Comic-Serie „Asterix und Obelix“ hat mit 110 Millionen in Deutschland verkauften Alben treue Fans. Humorige Literatur erfreut sich ohnehin wachsender Beliebtheit – offenbar wollen die Menschen sich möglichst durch die Krise lachen. Fast jeder zehnte im Buchhandel verkaufte Belletristikband stammte zuletzt aus dem komischen Ressort, das die Rubriken Humor, Cartoons, Comics und Satire umfasst. Dessen Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2009 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um stattliche 56 Prozent. Im vergangenen Jahr gaben die Bücherfreunde rund 227 Millionen Euro für derlei Lektüre aus, 2004 waren es erst rund 171 Millionen Euro. Bei Comics kommen noch die an Kiosken und in Spezialbuchläden vertriebenen Exemplare hinzu. Die hierzulande beliebtesten Schmöker waren 2008 neben Klassikern wie Asterix und Mickey Mouse die japanischen Mangas „Naruto“ und „One Piece“.