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Der Arbeitsmarkt

Jugendliche öfter ohne Job

Der ArbeitsmarktIn der aktuellen Wirtschaftskrise verlieren jüngere Arbeitnehmer häufiger ihren Arbeitsplatz als ältere Erwerbstätige. Dennoch sind junge Menschen in Deutschland seltener arbeitslos als in den meisten anderen Industrieländern.

Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren ist in den vergangenen zwölf Monaten um rund 45.000 bzw. 13 Prozent gestiegen. Bei den Älteren legte die Erwerbslosigkeit um 8 Prozent zu. Der Unterschied zwischen Jung und Alt hat mehrere Gründe: Jüngere Arbeitnehmer profitieren weniger von Kündigungsschutzvorschriften – die sogenannte Sozialauswahl bevorzugt ausdrücklich ältere Beschäftigte. Waren diese zudem lange im Unternehmen, haben sie viel Know-how, das die Betriebe nicht einfach durch neue Mitarbeiter ersetzen können. Schließlich ist es für die Unternehmen teuer und rechtlich schwierig, ältere Mitarbeiter zu entlassen.

Deshalb nutzen Firmen, wenn sie in der Krise Personal abbauen müssen, lieber frei werdende Arbeitsplätze als Puffer – und besetzen diese erst einmal nicht neu. Gleichwohl besteht für die Jüngeren kein Anlass zum Pessimismus, denn der Unterschied zwischen ihrer Arbeitslosenquote und der von Älteren ist seit Jahren konstant. Auch schneidet Deutschland im Vergleich zu den anderen Industrieländern am besten ab – hierzulande war die Arbeitslosigkeit der Jugendlichen im Jahr 2008 nur 1,4-mal so hoch wie die der reiferen Kollegen.

Deutsche Jugendliche hatten im vergangenen Jahr sogar bessere Chancen als zum Beispiel ihre britischen Altersgenossen – obwohl die Arbeitsmarktlage jenseits des Ärmelkanals weitaus besser war. In den meisten OECD-Staaten haben jüngere Arbeitnehmer ein gegenüber Älteren weitaus höheres Risiko, den Job zu verlieren: In Italien, Großbritannien und Dänemark ist die Arbeitslosenquote von Jüngeren dreimal so hoch wie die von Älteren; in Schweden sogar 4,6-mal.

Samstag, 13. März 2010
Sprache
English
 
iwd - Nr. 45 vom 5. November 2009
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Wöchentliche Informationen, Analysen und Zahlen über die wichtigsten wirtschafts-, sozial- und bildungspolitischen Themen das „Sprachrohr" des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.

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