Zeitarbeitnehmer, geringfügig und befristet Beschäftigte hätten einen Großteil des Beschäftigungsbooms im letzten Aufschwung ausgemacht – so lautet eine weit verbreitete These. Diese Arbeitsplätze stünden jetzt in der Krise zur Disposition. Insofern sei der Aufschwung ein Muster ohne Wert gewesen. Tatsächlich waren die meisten der neuen Jobs jedoch sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen.
Anders als es Meldungen suggerieren, die sich auf eine Bertelsmann-Studie berufen, ist ein Großteil der neuen Arbeitsplätze tatsächlich im Bereich der Vollzeitstellen geschaffen worden. So sind in den Jahren 2006 bis 2008 insgesamt rund 1,3 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. Darunter waren mehr als 800.000 sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen. Die Zeitarbeit – dies sind in der Regel reguläre Vollzeitjobs – wuchs dabei um 250.000 Beschäftigte. Die befristete Beschäftigung legte dagegen gerade einmal um 76.000 zu. Und auch die geringfügige Beschäftigung – also die Minijobs – blieb mit einem Plus von 86.000 nahezu konstant.